Kathodenblock für moderne Aluminiumelektrolysezellen von SGL Carbon. - Bild: SGL Carbon

Kathodenblock für moderne Aluminiumelektrolysezellen von SGL Carbon. - Bild: SGL Carbon

Unter Herausrechnung von liquiden Mitteln und Schulden haben sich beide Vertragsparteien auf einen Unternehmenswert (Enterprise Value) von 250 Millionen Euro geeinigt, wie die SGL Carbon SE mitteilte.

Nach Abzug von Anpassungen ergibt sich für SGL ein Mittelzufluss von mehr als 230 Millionen Euro. Das Unternehmen erwartet aus der Transaktion einen Buchgewinn von rund 130 Millionen Euro. SGL will den Verkaufserlös zur Schuldentilgung verwenden.

Mit dem Closing gehen rund 30 Mitarbeiter in Deutschland und rund 600 Mitarbeiter in Polen, die an zwei Produktionsstätten in Nowy Sacz und Raciborz beschäftigt sind, von der SGL Group auf den neuen Eigentümer über.

Die Triton Fonds investieren in mittelständische Unternehmen mit Sitz in Europa und unterstützen deren Entwicklung. Dabei konzentrieren sie sich auf Unternehmen in den Bereichen Industrie, Dienstleistungen und Konsumgüter/Gesundheitswesen. Momentan befinden sich 31 Unternehmen mit einem Umsatz von insgesamt rund 14,4 Milliarden Euro und rund 89.000 Mitarbeitern im Portfolio von Triton.

SGL war in der Vergangenheit tief in die Verlustzone geraten und hatte im Oktober erklärt, das defizitäre Geschäft PP, das vor allem Graphitelektroden für die Stahlindustrie und zu einem kleineren Teil Kathoden und Hochofenauskleidungen herstellt, zu verkaufen. Der japanische Chemiekonzern Showa Denko übernahm den Großteil der Sparte für 350 Millionen Euro. Das verbleibende Geschäft mit Kathoden, Hochofensteinen und Kohlenstoffelektroden wollte SGL - wie nun geschehen - separat verkaufen.