SGL Carbon

SGL Carbon will sein Graphitelektrodengeschäft bis Jahresende verkaufen. - Bild: SGL Carbon

Das kündigte CEO Jürgen Köhler anlässlich der Vorlage der Halbjahreszahlen an. Die Prüfung der strategischen Optionen seit Anfang Juni habe gezeigt, dass ein Verkauf des Geschäftsbereichs sowohl für SGL Carbon als auch für PP der beste Weg sei, sagte der Konzernlenker.

Die Sparte, die neben Kathoden, Hochofenauskleidungen und zum großen Teil Graphitelektroden produziert, kämpft mit einem scharfen Preisrückgang. SGL Carbon gehört zu den weltweit führenden Anbietern im Geschäft mit Graphitelektroden, die zum Recycling von Stahlschrott eingesetzt werden. Die Stahlmarktkrise hat allerdings zu einem scharfen Preisverfall geführt und den hessischen Konzern jetzt dazu bewogen, sich von seinem einstigen Kerngeschäft endgültig zu trennen.

Schon im vergangenen Jahr hatte der Konzern eine strategische Neuausrichtung angekündigt. Künftig will sich SGL Carbon auf die Geschäftsbereiche Composites - Fibers & Materials (Verbundwerkstoffe für den Leichtbau) sowie Graphite Materials & Systems (Graphitspezialitäten) konzentrieren. Wegen der beabsichtigen Trennung von PP wird der Bereich bei SGL nun als nicht fortgeführte Aktivität behandelt.

Ohne PP erzielte der Konzern im Halbjahr Erlöse von 379 Millionen Euro, was ein Rückgang um 1,5 Prozent war. Bei Performance Products fielen die Erlöse um knapp 23 Prozent auf 209 Millionen Euro zurück. Das Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen der fortgeführten Aktivitäten verbesserte sich auf 9,6 Millionen Euro, nach einem Verlust von knapp 2 Millionen Euro im Vorjahr. Performance Products musste dagegen einen Verlust von knapp 20 Millionen Euro hinnehmen, nach einem Gewinn von knapp 17 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis fiel um 14 Prozent auf 73 Millionen Euro zurück.

Den Jahresausblick hat SGL Carbon jetzt an die Konzernstruktur angepasst. Für die fortgeführten Aktivitäten wird einen Umsatz leicht unter Vorjahr in Aussicht gestellt. Beim operativen Ergebnis (EBIT) wird ein leichter Anstieg prognostiziert. Für Performance Products rechnet SGL weiter mit deutlichen operativen Ergebnisrückgang.

Die Top 10 der Automobilzulieferer weltweit

  • Michelin, der Reifenhersteller aus Frankreich belegt Platz zehn. Der Umsatz von 21.199 Millionen Euro reichte nicht aus, um den neunten Platz aus dem Vorjahr zu verteidigen. - Bild: Michelin

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  • Als einzige US-amerikanische Firma in den Top Ten kommt Johnson Controls auf Platz neun. Der Hersteller von Sitzen und Start-Stopp-Batterien setzte 23.866 Millionen Euro um – und rutschte damit im Vergleich zum Vorjahr um drei Plätze ab. - Bild: Johnson Controls

    Als einzige US-amerikanische Firma in den Top Ten kommt Johnson Controls auf Platz neun. Der Hersteller von Sitzen und Start-Stopp-Batterien setzte 23.866 Millionen Euro um – und rutschte damit im Vergleich zum Vorjahr um drei Plätze ab. - Bild: Johnson Controls

  • Der weltweit größte Reifenhersteller Bridgestone/Firestone  aus Japan erreicht mit einem Umsatz 24.094 Millionen Euro Platz acht. - Bild: Bridgestone/Firestone

    Der weltweit größte Reifenhersteller Bridgestone/Firestone aus Japan erreicht mit einem Umsatz 24.094 Millionen Euro Platz acht. - Bild: Bridgestone/Firestone

  • Von Platz acht auf Platz sieben konnte sich Aisin verbessern. Der Hersteller von Getriebe, Bremssystemen, Karosserie- und Motorenteilen setzte 24.104 Millionen Euro um. - Bild: Aisin

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  • Einen großen Sprung machte ZF Friedrichshafen, der Konzern verbesserte sich von Platz elf in 2014, auf jetzt Platz sechs mit einem Umsatz von 27.434 Millionen Euro. ZF stellt Fahrwerks- und Antriebssysteme, aber auch Elektronik und Software her. - Bild: ZF Friedrichshafen

    Einen großen Sprung machte ZF Friedrichshafen, der Konzern verbesserte sich von Platz elf in 2014, auf jetzt Platz sechs mit einem Umsatz von 27.434 Millionen Euro. ZF stellt Fahrwerks- und Antriebssysteme, aber auch Elektronik und Software her. - Bild: ZF Friedrichshafen

  • Cockpit-, Frontend- und Chassismodule aus Südkorea: Hyundai Mobis belegt mit einem Umsatz von 28.096 Millionen Euro Platz fünf. - Bild: Hyundai Mobis

    Cockpit-, Frontend- und Chassismodule aus Südkorea: Hyundai Mobis belegt mit einem Umsatz von 28.096 Millionen Euro Platz fünf. - Bild: Hyundai Mobis

  • Den vierten Platz macht Magna: Der kanadische Konzern stellt hauptsächlich Karosserie- und Fahrwerksysteme sowie Exterieur-Ausstattungen her. Der Umsatz betrug 29.408  Millionen Euro. - Bild: Magna

    Den vierten Platz macht Magna: Der kanadische Konzern stellt hauptsächlich Karosserie- und Fahrwerksysteme sowie Exterieur-Ausstattungen her. Der Umsatz betrug 29.408 Millionen Euro. - Bild: Magna

  • Der japanische Hersteller Denso belegt mit einem Umsatz von 34.292 Millionen Euro Platz drei. Das Unternehmen produziert Klimasysteme, Motorsteuerungen und Human-Machine-Interfaces. - Bild: Denso

    Der japanische Hersteller Denso belegt mit einem Umsatz von 34.292 Millionen Euro Platz drei. Das Unternehmen produziert Klimasysteme, Motorsteuerungen und Human-Machine-Interfaces. - Bild: Denso

  • Wie im Vorjahr auf Platz zwei: Continental. Der Umsatz des Reifenherstellers, der auch Brems-, Fahrwerk- und Sicherheitssysteme produziert, betrug 39.232 Millionen Euro. - Bild: Continental

    Wie im Vorjahr auf Platz zwei: Continental. Der Umsatz des Reifenherstellers, der auch Brems-, Fahrwerk- und Sicherheitssysteme produziert, betrug 39.232 Millionen Euro. - Bild: Continental

  • Den ersten Platz belegt Bosch. Der Hersteller von Antriebs-, Sicherheits- und Komfortsystemen nimmt den Spitzenplatz ein, so wie bereits im letzten Jahr. Der Umsatz betrug 41.700 Millionen Euro. - Bild: Bosch

    Den ersten Platz belegt Bosch. Der Hersteller von Antriebs-, Sicherheits- und Komfortsystemen nimmt den Spitzenplatz ein, so wie bereits im letzten Jahr. Der Umsatz betrug 41.700 Millionen Euro. - Bild: Bosch