FRANKFURT (Dow Jones/ks)–In Amerika und Teilen Asiens bzw. Afrikas verteuere sich die gleiche Menge um 500 Dollar. Wie hoch die Preise bisher waren teilte das Unternehmen wie üblich nicht mit. Die letzte Preiserhöhung hatte der Graphitspezialist im Mai 2010 angekündigt, damals in Europa auf maximal 4.500 Euro pro Tonne und in den übrigen Regionen auf maximal 6.620 Dollar. Das Unternehmen machte am Donnerstag jedoch keine Angaben darüber, ob die damals angekündigte Preisanhebung am Markt durchsetzbar war.

SGL begründete die Preisanhebung mit Kostensteigerungen, die sich nach Ansicht des Unternehmens voraussichtlich weiter fortsetzen. Es sei notwendig, dass sich diese Entwicklung nun auch in den Preisen für Graphitelektroden widerspiegele. Ziel sei die unter Druck geratene Marge zu unterstützen sowie die Leistungsfähigkeit der Produktionsanlagen weiterhin sicherzustellen.

Der Auftragsbestand entwickelt sich den weiteren Angaben zufolge analog zur weiter steigenden globalen Stahlnachfrage. Er nähere sich damit dem geplanten Produktionsniveau, hieß es.

Das Graphitelektrodengeschäft bildet bei SGL mit dem Kathodengeschäft die größte Konzernsparte “Performance Products”. In den ersten neun Monaten 2010 war die Nachfrage nach Graphitelektroden nach dem scharfen Rückgang im Jahr davor wieder deutlich angestiegen, verblieb aber noch unterhalb des Vorkrisenniveaus. Die Umsatzrendite der Sparte war im Dreivierteljahr wegen höheren Rohstoffkosten, insbesondere für Nadelkoks, einem schwächeren Kathodengeschäft und Anlaufkosten für eine neue Produktionsanlage in Malaysia auf 20,2% (Vorjahr 25,3%) gefallen. Für das Gesamtjahr 2010 hatte SGL “bestenfalls” eine Rendite von 20% in der Sparte in Aussicht gestellt.