SGL Carbon,Graphitelektroden,Showa Denko

SGL Carbon verkauft sein Graphitelektrodengeschäft an den japanischen Chemiekonzern Showa Denko. - Bild: SGL Carbon

SGL bringt das ein Mittelzufluss von mindestens 200 Millionen Euro. Mit dem Geld will der Carbon-Hersteller seine Nettoschulden verringern.

Der endgültige Verkaufserlös soll auf Basis der zum Zeitpunkt des Closings aufzustellenden Bilanz festgesetzt. Showa Denko ist eines der führenden Chemieunternehmen in Japan. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von umgerechnet 6,8 Milliarden Euro und beschäftigte 10.561 Mitarbeiter.

Der Verkauf an die Japaner wird im laufenden Geschäftsjahr der SGL Group zu einer Wertberichtigung von 40 Millionen bis 50 Millionen Euro führen, was auf Transaktionskosten und die Fortführung des Graphitelektrodengeschäfts bis zum Closing zurückzuführen ist. Der Mittelzufluss entspricht dem Buchwert zum 30. September 2016. Dementsprechend hat die Transaktion keine Abschreibung auf den Buchwert im Graphitelektrodengeschäft zur Folge.

Um den Verkaufserlös zu maximieren, wird das Geschäft mit Kathoden, Hochofenauskleidungen und Kohlenstoffelektroden separat veräußert, wie SGL ankündigte. Mit dem Verkauf des Graphitelektrodengeschäfts rechnet die SGL Group nun damit in Summe mehr als den Buchwert des Geschäftsbereichs PP zu realisieren.

SGL kündigte zudem an, eine mögliche Bezugsrechtskapitalerhöhung unter Ausnutzung des zur Verfügung stehenden genehmigten Kapitals zu prüfen, um die Kapitalstruktur weiter zu stärken und die finanziellen Schlüsselkennzahlen zu verbessern.