Als Teil der Restrukturierungspläne zur Bekämpfung der Finanzprobleme in den letzten Jahren soll

Als Teil der Restrukturierungspläne zur Bekämpfung der Finanzprobleme in den letzten Jahren soll Sharp eine Teilabspaltung der LCD-Sparte erwägen. - Bild: Sharp

Die Sparte, die ausgegliedert werden soll, stellt kleine und mittelgroße Flüssigkristall-Bildschirme für Smartphones her. Die Nachfrage nach solchen Bildschirmen wächst. Sharp hat aber Schwierigkeiten, mit südkoreanischen Anbietern wie LG oder auch mit dem heimischen Wettbewerber Japan Display mitzuhalten, der seine LCD-Bildschirme aggressiv bei chinesischen Herstellern preiswerter Geräten vermarktet hat.

Im Zuge der Pläne wolle Sharp sich um eine Kapitalspritze eines von dem japanischen Wirtschafts-, Handels- und Industrieministerium beaufsichtigten Fonds bemühen, hieß es. Die Innovation Network Corp. of Japan (INCJ) wurde geschaffen, um die Elektronikbranche des Landes zu unterstützen. Der Fonds hatte zuvor in Japan Display investiert, ein Gemeinschaftsunternehmen, in dem mehrere andere Elektronikkonzerne ihre schwächelnden Display-Töchter gebündelt haben.

Ein Sharp-Sprecher sagte, der Konzern prüfe mehrere Restrukturierungsoptionen, darunter auch solche für das Display-Geschäft. Eine Entscheidung sei jedoch noch nicht getroffen worden.

Sharp erhofft sich von der Abspaltung, einem Stellenabbau und anderen Kostensenkungsmaßnahmen, dass die Banken ihm frisches Geld geben. Die Institute halten bereits Schulden des Unternehmen von mehr als 600 Milliarden Yen, umgerechnet rund 4,6 Milliarden Euro.

Im Februar hatte der Konzern gewarnt, er werde in dem Geschäftsjahr, das am 31. März zu Ende ging, einen Verlust von 30 Milliarden Yen schreiben. Zuvor hatte Sharp mit einem Gewinn in dieser Größenordnung gerechnet. Neben dem Display-Geschäft hatte auch das Geschäft mit Verbraucherelektronik zuletzt zu kämpfen. Die schwache Landeswährung belastet, denn ein Großteil dessen, was Sharp in Japan verkauft, wird im Ausland produziert.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke