Der Sick-Vorstandsvorsitzende Dr. Robert Bauer kann auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurückblicken - auch wenn der Jahresanfang eher mau verlief

Der Sick-Vorstandsvorsitzende Dr. Robert Bauer kann auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurückblicken - auch wenn der Jahresanfang eher mau verlief. - Bild: Sick

Sick hat die Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 veröffentlicht
Sick hat die Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 veröffentlicht. - Grafik: Sick

Laut einer Mitteilung beschäftigte Sick im Geschäftsjahr 2015 7.417 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von 1.267,6 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs um 15,3 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 129,1 Millionen Euro (+25,1 Prozent). Der Auftragseingang wuchs um 13,2 Prozent auf 1.270,5 Millionen Euro.

Nach einem eher verhaltenen Start zogen sowohl Umsatz als auch Auftragseingang im Laufe des Jahres an, teilte das Unternehmen mit. "Ähnlich wie im Vorjahr ist SICK auch 2015 in allen Weltregionen gewachsen. Besonders bemerkenswert ist aber das Umsatzplus in der Region Americas und im asiatisch-pazifischen Raum, wo wir jeweils über 20 Prozent zulegen konnten", erläuterte Finanzvorstand Markus Vatter.

In beiden Regionen war demnach die Nachfrage insbesondere von Kunden aus der Logistik- und Prozessautomation hoch. Aber auch Währungseffekte hätten das Umsatzwachstum begünstigt: "In Summe sind knapp sechs Prozent des gesamten Zuwachses auf die Abwertung des Euro insbesondere gegenüber dem US-Dollar und dem chinesischen Renminbi zurückzuführen", so Vatter weiter.

 

Umsatzwachstum führt zu hervorragender Ergebnisentwicklung

Das starke Umsatzwachstum spiegelt sich im Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wider: Das EBIT betrug 129,1 Mio. Euro und wuchs mit einem Plus von 25,1 Prozent stärker als der Umsatz. Hier machten sich erneut Währungseinflüsse, aber auch ein verbesserter Materialeinsatz in der Produktion bemerkbar.

Die EBIT-Marge bezogen auf den Umsatz erreichte folglich einen zweistelligen Wert und belief sich auf 10,2 Prozent (Vorjahr: 9,4 Prozent). Nach Abzug der Steuerbelastung bleibt – auch aufgrund der günstigen Entwicklung des Zinsniveaus – ein Jahresergebnis in Höhe von 90,8 Millionen Euro. Dies kommt einem Plus von 30,1 Prozent gegenüber 2014 gleich. Die Netto-Umsatzrendite stieg auf 7,2 Prozent (Vorjahr: 6,3 Prozent).

"Besonders bemerkenswert ist aber das Umsatzplus in der Region Americas und im asiatisch-pazifischen Raum, wo wir jeweils über 20 Prozent zulegen konnten", so sick-Finanzvorstand Markus Vatter
"Besonders bemerkenswert ist aber das Umsatzplus in der Region Americas und im asiatisch-pazifischen Raum, wo wir jeweils über 20 Prozent zulegen konnten", so sick-Finanzvorstand Markus Vatter. - Bild: Sick

Beschäftigtenzahl weltweit angestiegen

Sick hat im Geschäftsjahr zum einen die Belegschaft weltweit auf 7.417 Mitarbeiter ausgebaut (+6,6 Prozent gegenüber 2014). Nahezu 60 Prozent der Beschäftigten arbeiten im Inland, wo sich die Mitarbeiterzahl um 5,8 Prozent erhöht hat. Im Ausland fiel das Wachstum mit 7,8 Prozent etwas höher aus.

Zum anderen wurden auch die Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung enorm erhöht: Mit 9,3 Millionen Euro lagen diese um 16,3 Prozent über dem Vorjahr. Zudem werden die Mitarbeiter am Erfolg beteiligt: Im Jubiläumsjahr 2016 werden sie einen Sonderbonus in Abhängigkeit von der Dauer ihrer Betriebszugehörigkeit erhalten.

Prognose für das laufende Geschäftsjahr fällt moderat aus

Im ersten Quartal 2016 zeichnet sich ein ähnlicher Trend ab wie im vergangenen Geschäftsjahr: Umsatz und Auftragseingang haben sich über dem Vorjahresniveau, aber noch zurückhaltend entwickelt. Was die Entwicklung von Umsatz und Ergebnis bis zum Jahresende anbelangt, zeigt sich Vorstandsvorsitzender Dr. Robert Bauer dennoch vorsichtig optimistisch: "Trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds sind wir zuversichtlich, auch im Jahr 2016 ein Wachstum bei Umsatz und Ergebnis erzielen zu können – wenn auch mit bescheideneren Zuwachsraten als 2015. Wir haben seit der Umstellung unseres Markenclaims auf 'Sensor Intelligence'. im Jahr 2004 kontinuierlich darauf hingearbeitet, unsere Produkte, Systeme und Services fit zu machen für die Anforderungen der vernetzten Welt von Industrie 4.0 und sind deshalb bestens gerüstet für zukünftige Herausforderungen."