Siemens_Werk_Türkei

Durch die Fertigung in der Türkei erhofft sich Siemens bessere Chancen am Weltmarkt. - Bild: Siemens

Durch die Lokalisierung von Fertigung und Zulieferung in der Türkei erwartet sich das Unternehmen noch bessere Chancen bei sowie deutliche Kostenvorteile im Rahmen von internationalen Aufträgen. Die Bahnindustrie setzt zunehmend auf internationale Fertigungsverbünde.

Das gilt in besonderem Maße für das Geschäft mit Straßenbahnen, das vor einer veränderten Konkurrenzsituation steht. In der Türkei kooperiert Siemens schon heute projektweise mit lokalen Fertigungspartnern. Die ersten Fahrzeuge sollen ab 2018 in dem neuen Werk produziert werden, in das Siemens rund 30 Millionen Euro investiert.

Das Geschäft mit städtischem Schienenverkehr wächst derzeit pro Jahr um insgesamt rund drei Prozent. Neben den traditionellen Herstellern drängen viele neue Anbieter aus Osteuropa und Asien in den Straßenbahnmarkt, die vor allem Vorteile bei den Fertigungskosten aufweisen.

Zahlreiche etablierte Hersteller haben bereits heute Fertigungen außerhalb Westeuropas, aus denen sie für den Weltmarkt liefern. Siemens will durch eine eigene Fertigung und den Aufbau von lokalen Zulieferern in der Türkei seine Wettbewerbsfähigkeit im Straßenbahnmarkt absichern. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren moderne Fahrzeug-Plattformen entwickelt und erfolgreich vermarktet.

"Unsere Straßenbahnen des Modells Avenio haben sich in einigen Ländern bereits bewährt. Diesen Erfolg streben wir jetzt auch im Weltmarkt an. Mit einer Fertigung in der Türkei haben wir dazu beste Chancen", sagt Jochen Eickholt, der Chef der Bahnsparte von Siemens.