Der Siemens-Vorstand baut sein Unternehmen radikal um. In der Folge werden weltweit mehr als 7000

Der Siemens-Vorstand baut sein Unternehmen radikal um. In der Folge werden weltweit mehr als 7000 Stellen wegfallen, mehr als 3000 davon in Deutschland. - Bild: Siemens

Kaeser will durch den Abbau von Komplexitäten im Konzern eine Milliarde Euro einsparen. Die Kostensenkung soll früheren Angaben von Siemens zufolge großteils bereits im kommenden Geschäftsjahr wirksam werden. Ein Sprecher der IG Metall Bayern bestätigte die Beratungen als solches.

Bereits seit dem seit Oktober laufenden Geschäftsjahres agiert Siemens in einer neuen Struktur. So wurden die vier Sektoren des Dax-Konzerns gänzlich abgeschafft, die Zahl der Divisionen von 16 auf neun verringert. Kaeser verspricht sich davon schnellere Entscheidungen und Bürokratieabbau.

Sorge vor Kaesers weiteren Plänen

Kaeser hatte in der vergangenen Woche angekündigt, zu Monatsbeginn mit den Arbeitnehmervertretern über Arbeitsplatzabbau zu verhandeln. Nunmehr liegen offenbar Ergebnisse vor, mit denen sich der Wirtschaftsausschuss des Konzerns am Donnerstag befasst. In dem Gremium sitzen Vertreter des Managements und des Betriebsrates.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor berichtet, dass Siemens 7.400 Stellen streichen will, davon 3.300 in Deutschland.

Ein Sprecher der IG Metall Bayern konnte diese Zahlen am Donnerstag nicht bestätigen und verwies auf die Beratungen im Wirtschaftsausschuss. Ein Siemens-Sprecher lehnte einen Kommentar zur Größenordnung des Stellenabbaus ab.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke