Joe Kaeser Siemens

Mit einem Schlussspurt hat es Joe Kaeser geschafft: Siemens hat dank eines ordentlichem vierten Quartals die Ziele für das Geschäftsjahr 2014/15 erreicht. - Bild: Siemens

Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat Siemens die selbst gesteckten Ziele erreicht. Im die Periode Juli bis September umfassenden Schlussquartal hat der DAX-Konzern die Erwartungen des Marktes beim Ergebnis aber verfehlt, weil Abschreibungen zum Tragen kamen.

Für das Geschäftsjahr 2015/16, das im kommenden September endet, hat sich der Industriekonzern die folgenden Ziele gesetzt: Wie im Vorjahr soll die Marge des industriellen Geschäfts bei 10 bis 11 Prozent liegen. Das Ergebnis je Aktie wird in einer Bandbreite von 5,90 bis 6,20 Euro gesehen und die Book-to-Bill-Ratio "klar über 1" gesehen.

"Wir haben geliefert, was wir versprochen haben, und sind für das vor uns liegende Jahr gut gerüstet, um unsere Pläne erfolgreich umzusetzen", sagte Siemens-Chef Joe Kaeser in einer Mitteilung.

Joe Kaeser: "Wir haben geliefert"

Im zurückliegenden Geschäftsjahr konnte Kaeser liefern. Die Marge des industriellen Geschäfts erreichte auf Jahressicht 10,1 Prozent, hier waren ebenfalls 10 bis 11 Prozent angepeilt. Allerdings hatten einige Analysten daran gezweifelt, dass Siemens den Zielkorridor überhaupt erreicht.

Das Ergebnis je Aktie erreichte im zurückliegenden Geschäftsjahr 8,84 Euro, 39 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Hier strebte der Konzern ein Plus von mindestens 15 Prozent an. Hier kamen die Veräußerungserlöse der vergangenen Monate zum Tragen. So trennte sich Siemens von seinem Hörgerätegeschäft und verkaufte Bosch seinen Anteil am Haushaltsgeräte-Gemeinschaftsunternehmen BSH.

Im Schlussquartal des Jahres buchte Siemens neue Aufträge im Wert von 23,72 Milliarden Euro, ein organisches Plus von 6 Prozent. Beim Umsatz steht ein organisches Minus von 4 Prozent auf 21,33 Milliarden Euro.

Insgesamt verdiente Siemens im Industriegeschäft im Schlussquartal 2,46 Milliarden Euro. Unterm Strich standen für den Gesamtkonzern ein Gewinn von 959 Millionen Euro, nach 1,45 Milliarden Euro ein Jahr zuvor, oder 1,18 Euro nach 1,72 Euro je Aktie.

Von Dow Jones im Vorfeld befragte Analysten hatten mit einem Auftragseingang von 21,33 Milliarden Euro und einem Umsatz von 21,76 Milliarden Euro gerechnet. Den Profit des industriellen Geschäfts sahen sie bei 2,36 Milliarden Euro und das Ergebnis je Aktie bei 1,49 Euro.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr will der DAX-Konzern eine Dividende von 3,50 Euro zahlen, ein Jahr zuvor wurden 3,30 Euro je Anteilsschein ausgeschüttet. Siemens will außerdem in den kommenden drei Jahren eigene Aktien für bis zu 3 Milliarden Euro zurückkaufen.