Die EU-Kartellwächter werden sich die Folgen des geplanten Kaufs des US-Turbinenspezialistern

Die EU-Kartellwächter werden sich die Folgen des geplanten Kaufs des US-Turbinenspezialistern Dresser Rand durch Siemens genau ansehen. - Bild: Siemens

Die EU-Kartellwächter werden sich die Folgen des geplanten Kaufs des US-Turbinenspezialistern Dresser Rand durch Siemens genau anschauen. Die EU leitete eine vertiefte Prüfung der Transaktion ein.

Beide Unternehmen stellen Turboverdichter her sowie Motoren, die diese antreiben. Die Produkte werden als Kompressionsstränge in der Strom- und Gasverteilung eingesetzt. Speziell für die beiden Komponenten könne sich die Zahl der Anbieter verringern, befürchtet die Kommission.

Kartellrechtliche Bedenken habe sie auch bei kleinen Dampfturbinen mit einer Leistung von weniger als fünf Megawatt. Die Übernahme könne zu weniger Produktvielfalt und somit zu höheren Preisen führen, so die Kommission. Sie wird nun eine endgültige Entscheidung bis zum 19. Juni treffen.

Siemens hatte den Ölindustrie-Ausrüsters Dresser Rand im Herbst 2014 für 7,6 Milliarden US-Dollar gekauft, es war einer der größten Zukäufe in der Unternehmensgeschichte.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke