Der Finanzchef Joe Kaeser (links) mit dem Siemens CEO Peter Löscher im November 2010 auf der

Der Finanzchef Joe Kaeser (links) mit dem Siemens CEO Peter Löscher im November 2010 auf der Siemens-Jahrespressekonferenz in München (Bild: Siemens AG).

FRANKFURT (Dow Jones/ks)–Für die nächsten Quartale rechnet er mit einer Fortsetzung der Wachstumsentwicklung, allerdings mit “deutlich flacherer Dynamik”.

“Aufgrund von Basiseffekten sehen wir für die nächsten Quartale eine Beruhigung des Wachstums, aber keine negativen Tendenzen”, führte Kaeser aus. “Insofern gehen wir davon aus, dass wir noch einige robuste Quartale sehen werden, die allerdings in ihrer Wachstumsdynamik deutlich flacher sind.”

Mit Blick auf 2011 sagte Kaeser, die Jahresprognose stehe, wie sie ist. Es gebe keinen Grund, “schon wieder neue Erwartungen oder Dämpfungen zu kommentieren.”

Zu den Aussichten für 2012 und 2013 sagte Kaeser: “Wie 2012 und 2013 aussehen werden, hängt natürlich in erster Linie davon ab, wie sich der Konjunkturzyklus verändert. Wir haben jetzt etwa drei Jahre Industriezyklus nach oben, üblicherweise dauern sie sieben Jahre. Wir wissen aber auch, dass die Verlängerung der Vergangenheit nicht unbedingt die Zukunft ist. Insoweit sind wir gut beraten, Anzeichen einer Verkürzung der Zyklen Ernst zu nehmen.”

Eine Entscheidung zur weiteren Zukunft des Atom-Geschäfts werde Siemens, so Kaeser, “dann kommentieren, wenn es an der Zeit ist.” Kaeser verwies aber darauf, das der Münchener Technologiekonzern sehr viele energiepolitische Alternativen habe, “wo wir auch in der Welt sehr gut positioniert sind.”