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Die Geschäfte im Energiesegment treiben das Ergebnis von Siemens an. - Bild: Siemens

Den nach dem ersten Quartal erhöhten Ausblick für das Gesamtjahr ließen die Münchener dieses Mal unangetastet, auch wenn sie davor warnten, dass sich die Geschäfte im jetzt beginnenden zweiten Halbjahr des Konzerns möglicherweise "nicht wesentlich" beleben werden.

Das Ergebnis des industriellen Geschäfts übertraf mit 2,12 Milliarden Euro den Vorjahreswert um 28 Prozent und lag auch deutlich über den von Analysten erwarteten 1,899 Milliarden Euro. Starke Zuwächse gab es im zuvor schwächeren Geschäft mit Öl und Gas, wo sich zum einen der Großauftrag aus Ägypten niederschlägt, wo aber zum anderen aber auch das Ende der Sanktionen gegen den Iran für die Neubewertung früherer langfristiger Fertigungs- und Dienstleistungsverträge sorgte.

Deutlich stärker als erwartet entwickelte sich auch das Geschäft mit Windenergie und erneuerbaren Energien, während die Margen im Zuggeschäft (Mobility) und bei Prozessabläufen und Antrieben schwächer ausfielen.

Die operative Marge im Industriegeschäft stieg wie schon im ersten Quartal deutlich stärker als von Analysten erwartet und erreichte 10,9 Prozent nach 9,0 Prozent im Vorjahr. Sie erreichte damit fast schon das obere Ende des von Vorstandschef Joe Kaeser ausgegebenen Zielkorridors von 10 bis 11 Prozent.

Unter dem Strich blieben in diesem Quartal nur 1,48 Milliarden Euro, oder 1,78 Euro je Aktie, deutlich weniger als vor Jahresfrist, als wegen außerordentlicher Erlöse durch den Verkauf der Hörgeräte- und der Haushaltssparte noch ein Nettogewinn von 3,91 Milliarden Euro oder 4,70 Euro je Aktie erzielt worden.

Mut für den weiteren Jahresverlauf macht die Umsatz- und Auftragsentwicklung. Die Umsätze des Münchener Technologiekonzerns stiegen im zweiten Quartal um 5 Prozent auf 18,996 Milliarden Euro.

Das zuvor schon dicke Auftragsbuch wurde durch neue Aufträge im Wert von 22,294 Milliarden Euro weiter aufgewertet. Siemens bestätigte den Ausblick, wies aber darauf hin, dass sich das Geschäft in seinem zweiten Halbjahr "möglicherweise nicht wesentlich beleben wird."

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Quelle: Siemens