Wie Siemens-Chef Joe Kaeser bestätigte, wird das Werk in Görlitz künftig die Verantwortung für das Dampfturbinen-Geschäft übernehmen.

Wie Siemens-Chef Joe Kaeser bestätigte, wird das Werk in Görlitz künftig die Verantwortung für das Dampfturbinen-Geschäft übernehmen. - Bild: Siemens

Vorgabe für den Standort sei, bis 2020 beim Abschluss neuer Verträge profitabel zu sein. Nach Kaesers Angaben macht Siemens im Turbinen-Neugeschäft derzeit noch «deutlich 3-stellige Millionenverluste». Das Marktumfeld sei dabei herausfordernd. Die Märkte für kleinere Industrie-Dampfturbinen in Südamerika, Indien, China und Ostasien wüchsen schwächer. Hinzu komme, dass der Wettbewerb in der Sparte immer härter werde.

Die zuerst vorgesehene Schließung des Werks in Görlitz war im Mai nach Protesten abgewendet worden. Siemens hatte angekündigt, in der Kraftwerkssparte und Antriebstechnik weltweit insgesamt rund 6900 Jobs zu streichen, davon 3400 in Deutschland. Vor allem die geplanten Schließungen in Leipzig und Görlitz waren bei Arbeitnehmervertretern und in der Politik auf heftigen Widerstand gestoßen.

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