Joe Kaeser, Siemens, medizintechnik

Laut Siemens-Chef Joe Kaeser wird die Medizintechnik, die sich demnächst vom Mutterkonzern abspaltet, größer werden als das dann verbleibende Industrie-Geschäft. - Bild: Siemens

Eine weitere Filetierung des Industriegeschäfts ist offenbar nicht geplant. "Spekulationen, dass wir erst die digitale Fabrik und dann das Energy Management an die Börse bringen oder gar die Gebäudetechnik verkaufen, sind Unsinn", sagte Kaeser.

Zum künftigen industriellen Kern werde daneben auch die Prozesstechnik, die Elektrik wie Motoren und Antriebe sowie die kleineren und mittleren Turbinen gehören.

Nicht mehr als Kerngeschäft sieht Kaeser dagegen das Geschäft mit großen fossilen Kraftwerken an. Hier gebe es keine Synergien wie zwischen den anderen Sparten, sagte er. Zu Berichten vom Frühjahr, wonach Siemens im Frühjahr mit der weltweiten Nummer drei in diesem Geschäft, Mitsubishi Heavy Industries, über ein Zusammengehen verhandelt haben soll, äußerte sich der Siemens-Chef nicht.

Der Konzern hat erst kürzlich massive Einschnitte in der Kraftwerkssparte angekündigt: Weltweit sollen hier 6.100 Jobs wegfallen. Drei deutsche Standorte will Siemens aufgeben. An Standorten, die nur "zwischen 35 und 60 Prozent ausgelastet sind", machten die Fixkosten Sorgen, so Kaeser.

Der Siemens-Chef äußerte sich auch zum texanischen Öl- und Gasindustriezulieferer Dresser-Rand, dessen Übernahme der Münchener Konzern im Herbst 2014 angekündigt hatte, kurz bevor die Nachfrage nach neuen Anlagen weltweit einbrach. Das Timing sei "nicht ideal" gewesen, räumte Kaeser ein. Grundsätzlich sei die Strategie dabei aber richtig gewesen.

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