Siemens-Konzernchef Joe Kaeser hatte sich im industriellen Geschäft eine Marge von zehn bis elf

Siemens-Konzernchef Joe Kaeser hatte sich im industriellen Geschäft eine Marge von zehn bis elf Prozent vorgenommen. - Bild: Siemens

Deutschlands größter Industriekonzern Siemens muss sich in seinem laufenden Schlussquartal strecken, um das selbst gesteckte Margenziel von zehn bis elf Prozent in seinem industriellen Geschäft zu erreichen.

Es werde ein Endspurt im Schlussquartal nötig sein, sagte eine hochrangige Person aus dem Unternehmen am Montag, der namentlich nicht genannt werden wollte. Er zeigte sich aber vorsichtig zuversichtlich, dass in dem im September endenden Geschäftsjahr 2015/16 das untere Ende des avisierten Margenbandes erreicht werden könne.

Grundsätzlich warnte er aber vor einer zu starken Fokussierung auf die Marge. So will Siemens keinen Ausblick mehr auf die im kommenden Geschäftsjahr zu erwartende Marge abgeben. Stattdessen will sich der DAX-Konzern aus München beim Ausblick auf den Umsatz und das Ergebnis je Aktie beschränken.

Den Gewinn von zuletzt rund 5,5 Milliarden Euro will Siemens im Geschäftsjahr um mindestens 15 Prozent steigern. Allerdings hatte der Elektrokonzern Milliarden beim Verkauf von Unternehmensteilen eingestrichen. Der Umsatz soll in etwa auf dem Vorjahresniveau von 72 Milliarden Euro gehalten werden.

Für das kommende Jahr peilen die Münchener dann wieder Wachstum an. Falls der Markt schrumpft, will das Unternehmen zumindest Marktanteile gewinnen.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke