Gamesa Windkraft

Der spanische Windkraftanlagenhersteller Gamesa hat im ersten Halbjahr von der steigenden Nachfrage nach Turbinen profitiert und Rekordergebnisse erzielt. - Bild: Gamesa

Das Unternehmen, das seine Aktivitäten mit dem Windkraftgeschäft von Siemens zusammenlegen wird, erhöhte den Ausblick für das laufende Jahr deutlich.

Im ersten Halbjahr kletterte der Umsatz der Spanier um ein Drittel auf 2,19 Milliarden Euro. Basis war der starke Absatz von Windturbinen, der um 47 Prozent auf eine Kapazität von 2.180 Megawatt zulegte. Die Verkäufe stiegen vor allem in Indien und Lateinamerika. Auch Europa und USA wuchsen stark. Der operative Gewinn (EBIT) legte um knapp 70 Prozent auf 230 Millionen Euro zu. Damit stieg die EBIT-Marge auf 10,5 von 8,1 Prozent. Unter dem Strich verdiente die Gamesa Corporacion Tecnologica SA 138 Millionen Euro, 42 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Für 2016 erwartet Gamesa nun einem Absatz von 4.000 oder mehr Megawatt. Zuvor hatte der Ausblick auf 3.800 Megawatt gelautet. Das EBIT soll 430 Millionen Euro oder mehr statt zuvor geplanten 400 Millionen Euro erreichen. Die entsprechende Marge wird voraussichtlich bei 9,5 Prozent liegen.

Der Auftragsbestand unterfüttert die Ambitionen. Der Auftragseingang stieg im zweiten Quartal um 16 Prozent, das Orderbuch stand damit bei einer Kapazität von 3.228 Megawatt.

Siemens und Gamesa hatten sich im Juni auf die Fusion ihrer Windkraftaktivitäten geeinigt. Der DAX-Konzern wird 59 Prozent an der kombinierten Gesellschaft halten, die bestehenden Gamesa-Aktionäre die restlichen 41 Prozent. Sie erhalten von Siemens eine Barzahlung von 3,75 Euro je Aktie oder insgesamt rund 1,05 Milliarden Euro.