Endmontage einer Gasturbine SGT5-4000F im Siemens-Werk in Berlin: Nun soll ein

Endmontage einer Gasturbine SGT5-4000F im Siemens-Werk in Berlin: Nun soll ein Gemeinschaftsunternehmen mit Sitz in St. Petersburg Gasturbinen für Russland und andere Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten fertigen und entwickeln (Bild: Siemens AG).

Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires

FRANKFURT (Dow Jones/ks)–Diesen Anteil treten die Münchener nach Angaben vom Montag nun an den Power-Machines-Mehrheitseigner Highstat ab, ein Unternehmen des russischen Investors Alexei Mordaschow. Im Gegenzug soll Siemens mit 65% die Mehrheit am Joint Venture bekommen.

Das geplante Gemeinschaftsunternehmen mit Sitz in St. Petersburg soll Gasturbinen für Russland und andere Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten fertigen und entwickeln. Zudem wollen die Partner den Service der Anlagen übernehmen. Power Machines wird dem Joint Venture Komponenten wie Dampfturbinen und Turbogeneratoren liefern.

Zum Zeitrahmen äußerte sich Siemens noch nicht. Nach Erhalt der behördlichen Genehmigungen soll das Gemeinschaftsunternehmen anlaufen.

“Mit dem neuen Joint Venture werden wir den wachsenden Markt für Gasturbinen, Gaskraftwerke und kombinierte Gas- und Dampfkraftwerke in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten bedienen”, sagte Michael Süß, Leiter des Energie-Sektors von Siemens. “Wir investieren in Russland in den Aufbau einer Fertigung für fortschrittlichste Kraftwerkstechnik. Damit wollen wir einen Beitrag zur Modernisierung der Stromwirtschaft in der Region leisten und gleichzeitig unsere führende Marktposition stärken.”

Siemens ist seit vielen Jahren an Power Machines beteiligt. Im Jahr 2006 hatten die Münchener auf 25% plus eine Aktie aufgestockt und wollten die Russen zeitweise sogar übernehmen. Die Transaktion scheiterte aber an kartellrechtlichen Bedenken und dem Widerstand des Kremls. 2007 stieg dann Mordaschow bei Power Machines ein und vereinbarte mit Siemens, das Unternehmen gemeinsam voranbringen zu wollen.

“Die Vereinbarung steht für eine neue Stufe in der strategischen Partnerschaft zwischen Siemens und Power Machines und kennzeichnet den nächsten Schritt auf dem Weg zur Fortentwicklung einer russischen Kraftwerksindustrie”, sagte Igor Kostin, Generaldirektor von Power Machines, am Montag.