FRANKFURT/MÜNCHEN (Dow Jones/rm). “Wir sichern den Kurs dann ab, wenn ein Auftrag gebucht wird”, sagte Finanzvorstand Joe Kaeser am Freitag am Rande einer Investorenveranstaltung in Frankfurt. Für das laufende Jahr sei der DAX-Konzern im Grunde gehedged und für das kommende Jahr in Teilen ebenfalls gegen Währungsschwankungen gesichert, erläuterte Kaeser.

Das Ende 2007 angekündigte Aktienrückkaufprogramm will der Technologiekonzern in diesem Jahr nicht wieder aufnehmen, wie Kaeser weiter sagte. Siemens wollte ursprünglich bis zum Geschäftsjahresende 2010 eigene Aktien in einem Volumen von bis zu 10 Mrd EUR zurückzukaufen, hatte den Rückkauf aber Mitte 2008 bei einem Volumen von 4 Mrd EUR gestoppt. Mit dem Erwerb eigener Aktien wollte die Siemens AG ihre Kapitalstruktur verbessern.

Am Zeitplan für die angeschlagene IT-Sparte SIS hält Siemens grundsätzlich weiterhin fest. Weltweit wollen die Münchener hier 4.200 Stellen streichen, davon 2.000 in Deutschland. Zum neuen Geschäftsjahr soll die Sparte ein eigenständiges IT-Unternehmen werden. An diesem Zeitplan halte Siemens fest, erklärte Kaeser in Frankfurt. Anfang Juni werde Siemens die Verhandlungen mit den Arbeitnehmern zur Ausgliederung der Sparte beginnen.

Ein Sprecher präzisierte, das Unternehmen könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber nicht versichern, dass Siemens die zum 1. Juli geplante rechtliche Verselbständigung fristgemäß umsetzen könne. Dem Konzern sei daran gelegen, mit den Arbeitnehmern eine einvernehmlich Lösungen zu finden. “Wir haben immer gesagt, dass wir uns dafür die notwendige Zeit nehmen werden”, sagte der Sprecher