Siemens, Kaeser

Konzernchef Joe Kaeser will Siemens für die digitale Zukunft aufstellen. - Bild: Siemens

Konzernchef Joe Kaeser sagte auf dem Siemens Innovation Day im München, angesichts der Umwälzung, die der Menschheit bevorstehe, wäre es falsch für Siemens, die Entwicklung nur abzuwarten und nicht selbst aktiv zu gestalten.

Den Löwenanteil der Forschungsausgaben steckt der Konzern nach Kaesers Angaben in die industrielle Digitalisierung. Um näher an die Kunden heranzukommen, will der Konzern weltweit 20 Zentren für digitale Kundenapplikationen errichten. Jedes dieser Zentren werde auf eine bestimmte Branche spezialisiert sein und mehrere Standorte in verschiedenen Ländern haben. Insgesamt seien rund 50 Standorte in 17 Ländern geplant.

Neben der Digital Factory gehören die Medizintechnik und die Energieerzeugungstechnik zu den Top-Forschungs- und Entwicklungsbereichen.

Technologiechef Roland Busch kündigte an, dass Siemens die Digitalisierung im Unternehmen noch schneller vorantreiben wolle. Das IoT-Betriebssystem Mindsphere soll bis zum Ende des Geschäftsjahres auf 1,25 Millionen Geräten und Systemen laufen, das wäre rund ein Viertel mehr als im Jahr zuvor. Ab Januar werde das System auch über Amazon Web Services verfügbar sein. Busch sagte, bislang habe Siemens 250 digitale Angebote im Programm.

Im vergangenen Jahr machte der Konzern 5,2 Milliarden Euro Umsatz mit digitalen Technologien, 4 Milliarden davon mit Software, den Rest mit digitalen Diensten.