CD-adapco

Siemens möchte knapp eine Milliarde US-Dollar für den US-Softwarespezialisten CD-adapco zahlen. Deren Programme können etwa Windkanaltests am Monitor simulieren. - Bild: CD-adapco

Das Unternehmen mit mehr als 900 Mitarbeitern wuchs ausweislich seiner Homepage zuletzt organisch bei konstanten Wechselkursen um jährlich mehr als 12 Prozent und zählt unter anderem die US-Weltraumbehörde NASA und das Formel-1-Team von Renault zu seinen Kunden.

Siemens verspricht sich für das Geschäft ein weiterhin kräftiges Wachstum und im fünften Jahr nach Abschluss der Transaktion Synergieeffekte in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrages auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Diese sollen sich im Wesentlichen aus Umsatzsynergien ergeben. Der Abschluss der Transaktion wird im zweiten Geschäftshalbjahr 2016 erwartet.

CD-adapco ist die erste größere Akquisition nach der Übernahme des Ölfeldausrüsters Dresser-Rand, die Siemens im Herbst 2014 bekannt gegeben hatte. Der 7,6 Milliarden Dollar teure und somit größte Zukauf in der Unternehmensgeschichte auf dem Höhepunkt des Fracking-Booms in den USA ist indes vom dramatischen Ölpreisverfall überschattet.

Siemens hat die Herausforderungen, die das Internet der Dinge und Industrie 4.0 an den Industriekonzern stellen, durchaus erkannt. So hat der Konzern im Dezember vergangenen Jahres angekündigt, seine Anstrengungen bei Forschung und Entwicklung verstärken zu wollen. Mit insgesamt 4,8 Milliarden Euro sollen im laufenden Geschäftsjahr 2015/16 rund 300 Millionen Euro mehr in diesen Bereich fließen als noch im Vorjahr.

Von den per Ende September 348.000 Siemens-Mitarbeitern sind bislang 17.500, also rund 5 Prozent, Software-Ingenieure. CD-adapco, das im vergangenen Geschäftsjahr nahezu 200 Millionen Dollar umsetzte, ist insbesondere auf Simulationssoftware spezialisiert. Das Unternehmen erzielt die für die Softwarebranche üblichen zweistelligen Margen.