Anton S. Huber, CEO der Siemens-Division Industry Automation: "Mit Bentley Systems haben wir den

Anton S. Huber, CEO der Siemens-Division Industry Automation: "Mit Bentley Systems haben wir den richtigen Partner gewählt, mit dem wir unseren Kunden dieses neue Nutzenpotential eröffnen können.“ Bild: Siemens

Ziel der Zusammenarbeit zwischen Siemens und dem Softwareanbieter Bentley Systems ist es, die Durchgängigkeit zwischen digitaler Produktentwicklung, Fertigungsplanung und Informationsmodellen zu erhöhen.

NÜRNBERG (sp). Die geplante Zusammenarbeit erlaubt beiden Unternehmen Produkte für die digitale Fabrikinfrastruktur anzubieten. Zunächst legen die Unternehmen den Schwerpunkt auf die digitale Fabrik für die Automobilindustrie und die diskrete Fertigung. Dazu werden die Siemens-Division Industry Automation und Bentley Systems gemeinsame Datenformate und -inhalte definieren sowie an durchgängigen Arbeitsabläufen und der Zusammenführung von Fertigungsprozess und Fabriklayout arbeiten.
Die Zusammenarbeit setzt frühere gemeinschaftliche Projekte fort. Das Ziel auf längere Sicht ist, gemeinsam entwickelte Technologien in branchenspezifische Lösungen zu überführen und die Interoperabilität zwischen der Teamcenter-Software von Siemens und der ProjectWise-Software von Bentley Systems auszubauen.
Teamcenter
Die Product-Lifecycle-Management-Software Teamcenter unterstützt Unternehmen dabei, immer komplexer werdende Produkte herzustellen, dabei die Produktivität zu steigern und ihr weltweites operatives Geschäft zu optimieren. Teamcenter bietet die erforderlichen Informationen – von der Produktplanung und Entwicklung über die Fertigung bis hin zum Support. Das ProjectWise-System mit seinen Collaboration-Servern und -Services ist die Basis für die Zusammenarbeit verteilter Teams.
ARC Advisory Group
Dick Slansky, Senior Analyst und PLM Research Director bei der ARC Advisory Group, erklärte dazu: „Die ARC Advisory Group hat sich schon lange für eine einheitliche, interoperable Umgebung eingesetzt, in der Informationen zu Anlagenkonstruktion und Fabrikentwurf gemeinsam genutzt und ausgetauscht werden. Wir glauben, dass die Ankündigung dieser strategischen Zusammenarbeit von Siemens und Bentley Systems einen Schritt auf dem Weg zur Integration von digitaler Anlagen- und Fertigungsprozessplanung mit Informationslösungen für AEC und Design/Build von Infrastrukturen bedeutet. Konkret ermöglicht diese Zusammenarbeit eine offene Interoperabilität zwischen den Design/Build-Lösungen von Siemens, wie Teamcenter, NX und Tecnomatix, und den Bentley-Lösungen, beispielsweise ProjectWise, MicroStation und AssetWise. ARC wird diese Zusammenarbeit aufmerksam verfolgen, um sich ein genaueres Bild von den gesamten, möglicherweise erheblichen Vorteilen für alle betroffenen Industriesektoren zu verschaffen.“
„Zusammen werden wir den Paradigmenwechsel voranbringen, der einheitliche und voll durchgängige Produkt- und Produktionslebenszyklen für unsere Kunden schafft. Das wird unseren Anwendern eine deutliche Verbesserung der Effizienz der Arbeitsabläufe und einen signifikanten Produk-tivitätsanstieg bringen“, erklärte Anton S. Huber, CEO der Siemens-Division Industry Automation. „Wir haben bei Bentley das Asset-Performance-Management durch die übergreifende Betrachtung von OPEX und CAPEX neu definiert und setzen unsere Technologien zur Informationsmobilität für einheitliche und voll durchgängige Projekt- und Anlagenlebenszyklen ein. Mit der von Siemens vorangetriebenen Verknüpfung der Lebenszyklen von Produkten und Fertigungsprozessen erscheint uns die digitale Fabrik als gemeinsame und erweiterte Integrationsaufgabe eine ideale, erste Zielapplikation zu sein“, sagte Greg Bentley, CEO von Bentley Systems. „Durch die Zusammenarbeit von Bentley und Siemens nach dem Motto ‚Working smarter, together.’ können unsere gemeinsamen Anwender ihre Fertigungsinfrastruktur schneller aufbauen und ausstatten, den Termin für den Produktionsbeginn früher erreichen, die Aufwendungen für Entwurf, Bau und die Betriebskosten senken sowie die Betriebs- und Energieeffizienz ihrer Fabriken verbessern.“