MÜNCHEN (Dow Jones/ks)–Auch der Umsatz im dritten Quartal des im September endenden Geschäftsjahres 2009/10 sollte höher ausfallen als im zweiten Quartal.  Das operative Ergebnis der Sektoren sieht Siemens “nahe an” den im Vorquartal erzielten rund 2,1 Mrd Euro. Es werde “keine wesentlichen Einmaleffekte” enthalten. Im Vorjahr hatte das Unternehmen in seinem Kerngeschäft einen Umsatz von etwa 17,4 Mrd Euro und einen Auftragseingang von rund 16,2 Mrd Euro ausgewiesen. Im Vorquartal lagen die Werte bei rund 17,5 Mrd Euro bzw 17,1 Mrd Euro.

Der Konzern profitiert nach eigenen Angaben unter anderem von der Erholung der kurzzyklischen Geschäfte, beispielsweise bei der Lichttechniksparte Osram, und einer starken Nachfrage aus Schwellenländern. Angesichts des starken US-Dollar spricht Siemens außerdem von “deutlichen Translationseffekten”, die sich in den Zahlen des aktuellen Quartals bemerkbar machen werden.

Im Industriesektor, der nahezu die Hälfte des Umsatzes der drei Sparten ausmacht, hält Siemens beim operativen Ergebnis eine Steigerung gegenüber dem Wert des Vorquartals von 783 Mio Euro für möglich. Die Erlöse sollten ebenfalls über den im zweiten Quartal erzielten etwa 8,3 Mrd Euro liegen, auch die Neuaufträge dürften höher ausfallen als im Vorquartal mit 8 Mrd Euro.

Im Energiesektor verzeichnen die Münchner bei den Neuaufträgen eine Belebung: Sie dürften über dem Vorjahreswert von rund 6,9 Mrd Euro liegen. Umsatz und Ergebnis dürften knapp unter den Werten von April bis Juni 2009 liegen, als rund 6,4 Mrd Euro Einnahmen und 863 Mio Euro Ergebnis erreicht wurden.

Die Medizintechnik, der gemessen am Umsatz kleinste Bereich, werde im Ergebnis voraussichtlich etwa auf dem Niveau der im Vorquartal erzielten 492 Mio Euro liegen. Umsatz und Neuaufträge in dem Sektor sollten über den Werten des Vorjahres und des Vorquartals liegen. Nach der Umsetzung der Gesundheitsreform in den USA löse sich der Nachfragestau etwas, erläuterte Siemens.

Unterhalb der Sektoren erwartet Siemens im laufenden Jahresviertel negative Ergebnisbeiträge aus dem Bereich Equity Investments, in den etwa die Beteiligung an Nokia Siemens Networks fällt, und von Seiten der IT-Sparte SIS.

Für das bis Ende September laufende Gesamtjahr hat sich Siemens vorgenommen, beim operativen Ergebnis der Sektoren den Vorjahreswert von rund 7,5 Mrd Euro zu übertreffen, unter anderem erfolgte Stellenstreichungen sollen dies ermöglichen.