Siemens hat ein erfolgreiches zweites Quartal hinter sich

Siemens hat ein erfolgreiches zweites Quartal hinter sich. - Bild: Siemens

Der Gewinn des Industriegeschäfts sank in den Monaten Januar bis März um 8 Prozent auf knapp 2,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Darin enthalten sind auch höhere Kosten für den Personalabbau. Der Umsatz stagnierte bei 20,1 Milliarden Euro. Der Auftragseingang sank leicht um 2 Prozent auf 22,3 Milliarden Euro. Dabei schlug Siemens ein starker Gegenwind durch Währungseffekte entgegen. Dennoch schnitt Siemens besser ab als von Analysten erwartet.

Dabei konnte Siemens vor allem bei seinen Digitalgeschäften glänzen. Die Sparte steigerte Umsätze und Ergebnisse im zweistelligen Prozentbereich. Die Umsätze erhöhten sich um ein Fünftel auf knapp 3,3 Milliarden Euro, die Ergebnisse um 40 Prozent 682 Millionen Euro. Ebenfalls positiv entwickelte sich die Bahnsparte, die vor dem Zusammenschluss mit dem französischen Konkurrenten Alstom steht und Umsatz und Ergebnis ebenfalls maßgeblich verbessern konnte.

Dagegen zeichnet sich im Kraftwerksgeschäft weiterhin keine Entspannung ab. Umsatz, Auftragseingang und Ergebnis brachen im zweistelligen Prozentbereich ein. Siemens will mit Einsparungen dagegen steuern und 6100 Stellen abbauen, davon die Hälfte in Deutschland. Erst am Vortag hatte sich der Konzern mit der Gewerkschaft IG Metall auf einen Sanierungsplan geeinigt, der Werksschließungen in Deutschland weitgehend vermeiden soll. Siemens erwartet in der Sparte bis zum Ende des Geschäftsjahres beträchtliche Kosten für den Personalabbau, hieß es aus München.

Beim Gewinn nach Steuern konnte Siemens im zweiten Quartal deutlich zulegen. Dabei profitierte der Konzern auch von einem Buchwerteffekt. So brachte Siemens seine Anteile an dem IT-Unternehmen Atos <FR0000051732> in den Siemens Pensionsfonds ein und erzielte dadurch einen Gewinn von 900 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern stieg daher von knapp 1,5 Milliarden auf 2 Milliarden Euro.

Für das Jahresergebnis zeigte sich Siemens optimistischer und erhöhte seine Prognose für das Ergebnis je Aktie. So erwartet der Konzern nun für das am 30. September endende Geschäftsjahr 2017/18 bereinigt 7,70 Euro bis 8,00 Euro, nach zuvor 7,20 bis 7,70 Euro. Die Ergebnismarge im industriellen Geschäft soll weiterhin bei 11 bis 12 Prozent liegen, nach 11,1 Prozent im Vorjahr. Die Ergebnisprognosen sind dabei um Kosten für den geplanten Personalabbau bereinigt. Der Umsatz soll bereinigt um Währungseffekte und Portfolioveränderungen leicht steigen.

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