Singulus

Singulus hatte bereits Anfang Oktober vor einem schwierigen Geschäftsverlauf gewarnt. - Bild: Singulus

Die Umsatz- und vor allem auch die Ergebniserwartung würden durch die maue Auftragslage erheblich beeinflusst, teilte Singulus bei Vorlage des Drittquartalsberichts mit. Im Segment Solar habe man die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr zwar ausweiten können, die Prognose für das laufende Geschäftsjahr für den Konzern könne damit dennoch nicht aufrechterhalten werden.

Singulus hatte bereits Anfang Oktober vor einem schwierigen Geschäftsverlauf gewarnt, ohne konkret zu werden. Ursprünglich wollte das Unternehmen seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2015 verdoppeln und ein ausgeglichenes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erzielen. Nun jedoch geht der Vorstand von einem über dem Vorjahr liegenden Umsatz und einem deutlich negativen EBIT aus, welches aber etwas besser ausfallen werde als im Vorjahr.

Die im Oktober gemeldeten vorläufigen Zahlen bestätigte Singulus. So stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten auf 57,7 Millionen von 52,8 Millionen Euro im Vorjahr. Im dritten Quartal stiegen die Erlöse deutlich auf 28,5 von 22,7 Millionen Euro. Das EBIT war in den neun Monaten mit 13,9 Millionen Euro erneut negativ, konnte aber nach dem Verlust von 38,7 Millionen im Vorjahr deutlich reduziert werden.

Der Nettoverlust belief sich im Quartal auf 5,2 Millionen Euro nach 27 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Im Berichtsquartal wurde ein Auftragseingang von 11,3 (Vorjahr: 23,2) Millionen Euro erzielt. Der Auftragsbestand zum 30. September 2015 betrug 40,7 Millionen nach 15,9 Millionen Euro vor einem Jahr. Der Cashflow in den ersten neun Monaten war negativ. Die verfügbaren liquiden Mittel von 35,8 Millionen Euro zum 31. Dezember 2014 haben sich laut Singulus um 19,2 Millionen auf 16,6 Millionen Euro zum Ende des dritten Quartals reduziert.

In den kommenden Wochen will der Vorstand das Konzept zur Restrukturierung der Anleihe mit dem designierten gemeinsamen Vertreter abstimmen, teilte Singulus weiter mit. Angestrebt werde nach wie vor ein Debt-Equity-Swap, also die Umwandlung von Krediten in Eigenkapital. Über die Vorschläge müssen zunächst die Anleihegläubiger und dann die Aktionäre in einer außerordentlichen Hauptversammlung abstimmen. Eine Kapitalherabsetzung sei indes nicht geplant.