SKF hat mit Floatel eine Servicevereinbarung für Offshore-Anlagen geschlossen. - Bild: Floatel

SKF hat mit Floatel eine Servicevereinbarung für Offshore-Anlagen geschlossen. - Bild: Floatel

SKF hat mit Floatel International eine Service-Vereinbarung geschlossen. Das Abkommen ist auf die schwimmenden Unterkünfte und Service-Plattformen für Offshore-Wartungspersonal zugeschnitten.

Die Einrichtungen für das Personal werden laut SKF von Ruderpropellern in Position gehalten. Für diese Propeller wünscht sich Floatel nun längere Service-Intervalle, weil die Verlängerung des Wartungsintervalls von fünf auf sieben Jahre mehr Flexibilität bei der Planung von Werftaufenthalten verspricht. Außerdem kann Floatel International dadurch viel flexibler auf die Anforderungen der eigenen Kunden reagieren.

Ermöglicht wird diese Intervallverlängerung durch eine zustandsabhängige Instandhaltung, bei der Ausrüstung und Methoden zum Einsatz kommen, die von den Klassifikationsgesellschaften DNV und ABS anerkannt sind. Der Hauptvorteil dieser Lösung besteht laut Mitteilung darin, dass Floatel deutlich mehr Optionen in punkto Verfügbarkeit seiner Unterkünfte und Plattformen hat. Durch das viel größere “Zeitfenster” lässt sich beispielsweise die Wartung der Technik an Bord viel einfacher mit einem ohnehin erforderlichen Werftaufenthalt synchronisieren.

Nicht zuletzt trägt die zustandsabhängige Instandhaltung auch dazu bei, die Betriebskosten der Plattformen über deren gesamte Gebrauchsdauer hinweg spürbar zu senken: Weil der Austausch der Ruderpropeller sehr kostspielig ist, kann Floatel durch die Verlängerung des Austauschintervalls bis zum “Lebensende” der Plattformen ein erhebliches Einsparpotenzial ausschöpfen.

“Diese strategische Vereinbarung ist ein Meilenstein für SKF und für unsere Technologie der zustandsorientierten Wartung im Schiffbau”, erklärt Anwendungsingenieur Anders Welin von SKF.

Schwimmende Unterkünfte mit modernster Technik

Floatels hochmoderne Konstruktionen sind extremen Witterungsbedingungen auf See gewachsen. Derzeit betreibt das Unternehmen weltweit vier Plattformen: in der Nordsee, im Golf von Mexiko, in Australien und in Brasilien. Die Plattformen bieten Platz für 400 Betten, 70 und mehr Büroarbeitsplätze sowie über 2.000 Quadratmeter Arbeitsfläche an Deck, beispielsweise für Kräne und Serviceausrüstung.

SKF wird jeden Ruderpropeller der Plattform mit SKF Multilog IMx-M ausstatten – einem fortschrittlichen Onlinesystem zur Überwachung komplexer rotierender Maschinen. Dieses robuste und benutzerfreundliche System kommuniziert außerdem mit dem internen Steuerungssystem (DCS) der Plattform und meldet frühzeitig Schwingungs- und Temperaturwerte, die außerhalb der festgelegten Kontrollgrenzen liegen.

Alle Daten werden abgespeichert und monatlich von SKF Experten mit Hilfe der Software SKF Aptitude Observer analysiert. Floatel wird dann mit dem webbasierten Präsentationssystem “SKF Results Reporter” über empfohlene Maßnahmen informiert. Dazu Anders Welin: “Diese globale Vereinbarung für zustandsorientierte Wartung schafft neue Möglichkeiten zur Erweiterung des Programms, sodass sich noch mehr wichtige mechanische Elemente des Systems einschließen lassen.”

SKF / Stefan Weinzierl