Ivan Slimak, Werkleiter Vrchlabi, Skoda

Ivan Slimak hält als Werkleiter die Fäden am Skoda-Standort Vrchlabi in der Hand. - Bild: Skoda

Skoda produziert im Werk Vrchlabí insgesamt 28 Varianten der DQ 200-Schalteinheit. Jedes Getriebe setzt sich aus 352 Einzelkomponenten zusammen. "In den letzten Jahren haben wir das Werk konsequent zu einem Hightech-Standort und zu einer Säule der Skoda Produktion entwickelt", sagt Skoda-Produktionsvorstand Michael Oeljeklaus.

Das Werk Vrchlabí blickt auf eine mehr als 150-jährige Historie zurück. Es wurde 1864 von Ignatz Theodor Petera als Sattlerei gegründet. Ab 1908 entstanden am Fuße des Riesengebirges Automobilkarosserien. Als erstes Skoda Modell lief 1946 der Tudor vom Band. 2012 erfolgte die Neuausrichtung des Standorts vom Fahrzeugbau- zum Komponentenwerk.

Binnen 18 Monaten errichtete der tschechische Automobilhersteller eine neue Werkshalle und modernisierte bestehende Einrichtungen. Die tägliche Fertigungskapazität stieg auf mehr als 2.000 Direktschaltgetriebe vom Typ DQ 200. Mittlerweile verlassen rund 510.000 Einheiten jährlich das Werk.

Skoda und der Volkswagen-Konzern haben insgesamt 250 Millionen Euro in die Modernisierung der Produktionshallen, in technische Anlagen, den Logistikbereich sowie in das eigens eingerichtete Trainingscenter der Getriebefertigung investiert. Mit rund 1.000 Mitarbeitern zählt das Werk Vrchlabí zu den bedeutendsten Arbeitgebern der Region Hradec Králové.

,Produktion‘ und die Unternehmensberatung A.T. Kearney kürten das Werk 2015 zur ,Fabrik des Jahres‘ in der Kategorie ‚Hervorragende Standortortentwicklung‘ – einer der renommiertesten Preise für die verarbeitende Industrie in Europa. Die Bewertung erfolgte anhand der Kriterien Wertsteigerung, Kundenzufriedenheit, Qualität, Innovation und Wirtschaftlichkeit. In ihrer Begründung hob die aus führenden Vertretern von Industrie und Forschung bestehende Jury die kurze Zeitspanne hervor, in der Skoda die Standorttransformation realisiert hat.

Neben der Getriebeproduktion in Vrchlabí laufen im Stammwerk Mladá Boleslav die mechanischen MQ 200- und MQ 100-Getriebe vom Band. Hier stellt Skoda mit rund 700 Mitarbeitern täglich etwa 2.500 und pro Jahr mehr als 570.000 Getriebe her. Sie kommen nicht nur den Skoda-Modellen, sondern auch in vielen weiteren Baureihen des VW-Konzerns zum Einsatz.

Mit Material von Skoda

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