SKW Metallurgie hält es für möglich, dass sich die aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten

SKW Metallurgie hält es für möglich, dass sich die aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten auf die Realwirtschaft auswirken und rechnet deshalb mit einem verlangsamtem Wachstum im zweiten Halbjahr (Bild: SKW Metallurgie).

UNTERNEUKIRCHEN (Dow Jones)–Die Einnahmen sollen den 2010er-Wert von 381 Mio Euro übersteigen, das EBITDA erwartet der Spezialchemiekonzern nach Angaben vom Freitag bei 32 (28,8) Mio Euro. Getragen wird der Optimismus durch die weiter gesehene Dynamik in der globalen Stahlproduktion. Rund 90% der Umsätze generiert das SDAX-Unternehmen aus dieser Branche. Vom EBITDA-Ziel wurden nach neun Monaten bereits 25,8 (22,3) Mio Euro erreicht, der Umsatz stieg um 14% auf 325 Mio Euro.

Im kommenden Jahr erwartet SKW aus den neuen Werken in Bhutan, Russland und Schweden sowie der erweiterten Produktionsstätte in Brasilien einen deutlichen Ergebnisschub. Die Expansionsstrategie wurde in den um 9 Mio Euro auf 26,7 Mio Euro erhöhten Investitionen deutlich.

Da die Investitionen 2012 deutlich niedriger ausfallen werden, soll der Free Cash Flow laut SKW signifikant steigen und zum Schuldenabbau genutzt werden. Zugleich soll eine attraktive Dividende ausgeschüttet werden. Für 2010 waren 0,50 Euro je Aktie gezahlt worden.

Im dritten Quartal sank der Gewinn aufgrund des um rund 20% höheren Materialaufwands durch die Anlaufkosten für die neuen Werke. Je Aktie wurden nur noch 0,09 nach 0,13 Euro im Vorjahreszeitraum verdient.