SLM Solutions

SLM Solutions konnte den Umsatz steigern. - Bild: SLM Solutions

Im Markt habe es in den ersten drei Monaten eine Zunahme des Interesses an den Maschinen von SLM gegeben, was sich aber noch nicht in den Auftragseingängen widergespiegelt habe. Einige Kunden würden derzeit weiterhin abwarten, ob die Veränderungen im Markt für additive Fertigung bereits abgeschlossen seien, erklärte der Konzern mit Sitz in Lübeck, der auf dem Übernahmezettel vom US-Riesen General Electric stand.

Der Auftragseingang ermäßigte sich um 28 Prozent auf 18 Maschinen, der Auftragswert sank um 23 Prozent auf 11,3 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 15,7 Prozent auf 15,9 Millionen Euro.

Die Gesamtleistung, die sich aus Umsätzen, Bestandserhöhungen und aktivierten Eigenleistungen zusammensetzt, lag im ersten Quartal aufgrund des Abbaus von Beständen mit 13,8 Millionen Euro um 22 Prozent unter Vorjahr. Der bereinigte EBITDA-Verlust weitete sich auf 1,6 von vorher 0,8 Millionen Euro aus. Die bereinigte EBITDA-Marge belief sich auf minus 10,0 Prozent. Der Verlust nach Steuern lag bei 3,8 Millionen Euro und damit um 1,8 Millionen höher als im Vorjahreszeitraum.

Jahresprognose hängt an Formnext

Als Jahresziele bestätigt der Konzern einen Umsatz in einer Spanne zwischen 110 bis 120 Millionen Euro sowie eine um Einmaleffekte bereinigte EBITDA-Marge von 10 bis 13 Prozent. Die Ziele könnten erreicht werden, seien aber wie im Vorjahr in besonderem Maße vom Verlauf des vierten Quartals 2017 abhängig, in dem unter anderem die wichtige Branchenmesse Formnext in Frankfurt stattfinde, erläuterte SLM.

Die Übernahme von SLM Solutions mit Sitz in Lübeck durch den General Electric war 2016 gescheitert. Die US-Amerikaner hatten nicht die erforderliche Mehrheit der Stimmen bekommen, auch weil der Hedgefonds-Investor Paul Singer dazwischen funkte und auf einen höheren Preis spekuliert hatte.

GE hatte für das Lübecker Unternehmen 672 Millionen Euro zahlen wollen. Der Preis von 38 Euro je Aktie entsprach damals einem Aufschlag von 38 Prozent auf den SLM-Aktienkurs vor Bekanntwerden der Offerte. Weil die SLM-Übernahme scheiterte, kaufte GE stattdessen einen anderen deutschen 3D-Druckhersteller und übernahm für 549 Millionen Euro die bayerische Concept Laser GmbH.