SLM Solutions, 3D-Druck, GE

"Elliott ist der Ansicht, dass das Angebot von GE nicht im besten Interesse der Aktionäre von SLM ist", hatte der Investor am Donnerstag mitgeteilt.

Der Hedgefonds Elliott des US-Investors Paul E. Singer hatte erst am Donnerstag angekündigt, seine Aktien nicht anzudienen. Elliott hält mehr als 20 Prozent des Grundkapitals an dem 3D-Druckerhersteller, während GE eine Mindestannahmeschwelle von 75 Prozent fordert. Ohne die Elliott-Aktien dürfte das Erreichen dieser Schwelle schwierig werden. "Ich gehe davon aus, dass GE nicht die selbstgesteckte Hürde von 75 Prozent erreicht", so ein Marktteilnehmer.

"Elliott ist der Ansicht, dass das Angebot von GE nicht im besten Interesse der Aktionäre von SLM ist", hatte der Investor am Donnerstag mitgeteilt. "Daher werden wir das Übernahmeangebot der GE Germany Holdings AG für die Aktien der SLM in der gegenwärtigen Angebotsfassung ablehnen."

GE hatte die Übernahme des Lübecker TecDAX-Unternehmens für 672 Millionen Euro Anfang September angekündigt. Der Preis von 38 Euro je Aktie entsprach einem Aufschlag von 38 Prozent auf den Aktienkurs vor Bekanntwerden der Offerte.

Ob GE vielleicht doch erfolgreich sein wird, wird sich schon kommende Woche zeigen. Am Montag endet die Frist zur Andienung der Aktien an den US-Konzern.

Singer ist bekannt dafür, bei Unternehmen einzusteigen, bei denen ein Übernahmeangebot vorliegt. Häufig fordert der Investor Einfluss im Unternehmen und spekuliert auf einen höheren Preis. Das könnte dieses Mal schief gegangen sein.

SLM blickt auf eine rasante Geschäftsentwicklung zurück. Nachdem vor fünf Jahren noch Erlöse von 11,9 Millionen Euro erzielt wurden, erwirtschaftete das Unternehmen vergangenes Jahr mit 260 Mitarbeitern Umsätze von gut 66 Millionen Euro. Zudem erzielte SLM immerhin einen kleinen Gewinn.

GE wollte mit dem Zukauf in den Bereich der 3D-Drucker expandieren und übernimmt auch zusätzlich den schwedischen Hersteller Arcam. Mit den 3D-Druckern lassen sich Metallkomponenten etwa für Flugzeugturbinen herstellen. SLM beispielsweise bietet Laserschmelzanlagen an, woraus sich auch der Name des Unternehmens ergibt: SLM steht für Selective Laser Melting.