General Electric GE Arcam SLM

Börsenhändler gehen fest davon aus, dass neben GE auch noch andere Interessenten bei den 3D-Druckerherstellern SLM und Arcam mitbieten werden. - Bild: GE

"Alle Zeichen verdichten sich, dass ein Bieterwettkampf unabdingbar ist", sagte ein Börsenhändler am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires.

Das Angebot von General Electric von 38 Euro je Aktie dürfte noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Dies hätten bereits die Analysten von HSBC unterstrichen.

Falls sowohl SLM Solutions als auch Arcam von General Electric übernommen würden, blieben nur noch wenige Branchenunternehmen übrig, denen es zum Teil an kritischer Größe oder der richtigen Technologie fehle. Dazu passend haben nun auch die Analysten der Deutschen Bank das Kursziel für SLM auf 48 Euro erhöht.

"Das sind deutliche 10 Euro über dem Gebot von GE und die Implikation ist klar", so ein anderer Händler: Auch er rechnet damit, dass eine andere Industriegröße das Gebot kontern wird. Bei SLM sei daher ein gehandelter Börsenpreis von über 40 Euro denkbar, um diese Wahrscheinlichkeit einzupreisen.

Die US-Amerikaner bieten aktuell 1,4 Milliarden US-Dollar für die Lübecker SLM Solutions und die schwedische Arcam AB. Für die SLM Solutions legen die Amerikaner 38 Euro in bar je Aktie oder insgesamt 672 Millionen Euro auf den Tisch, ein Aufschlag von knapp 37 Prozent. Für die Schweden bietet der US-Konzern 285 Schwedische Kronen, was einer Prämie von sogar gut 50 Prozent entspricht.

General Electric habe erklärt, die weitere Entwicklung der SLM Solutions langfristig zu unterstützen, teilte SLM weiter mit.

"Dabei sollen die bestehenden Standorte der Gesellschaft sowie die Belegschaftsstärke erhalten und ausgebaut werden." Zudem würde General Electric den Verbleib des bestehenden Managements in der SLM Solutions "begrüßen".

Der US-Konzern hat sich bereits einen Anteil von 31,5 Prozent an SLM für den Fall gesichert, dass die Offerte erfolgreich ist, wie SLM weiter mitteilte. Zustimmen müssen wie üblich die Behörden zustimmen, die Mindestannahmeschwelle liege bei 75 Prozent.