Der Wechselrichterhersteller SMA Solar lässt die Krise der Solarbranche langsam aber sicher hinter

Der Wechselrichterhersteller SMA Solar lässt die Krise der Solarbranche langsam aber sicher hinter sich. - Bild: SMA Solar

Der Wechselrichterhersteller SMA Solar lässt die Krise der Solarbranche langsam aber sicher hinter sich. Nach einer konservativen Jahresprognose im Mai erhöhte SMA nun die Ziele für 2015.

Statt einen Umsatz von 730 bis 770 Millionen Euro traut sich der TecDAX-Konzern nun 800 bis 850 Millionen Euro zu. Das operative Ergebnis könnte im laufenden Jahr bereits den Breakeven erreichen oder im schlechtesten Fall bei minus 25 Millionen Euro liegen. Zuvor hatte die SMA Solar Technology AG minus 30 bis minus 60 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Als Gründe für die Prognoseanhebung nannte der Vorstand die über den Erwartungen liegende Entwicklung des Weltmarkts für Photovoltaik-Wechselrichter, eine deutliche Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von SMA sowie einen weiterhin hohen Auftragsbestand.

Positive Entwicklung des Weltmarkts

Im ersten Halbjahr schaffte SMA mit einem Umsatz von voraussichtlich mehr als 420 Millionen Euro und einem operativen Ergebnis von etwa minus 15 Millionen Euro die eigene Prognose.

Schon mit den Erstquartalszahlen hatte SMA im Mai dank guter Geschäfte mit solaren Großkraftwerken positiv überrascht. SMA hatte als einziges deutsches Unternehmen der Solarbranche und Marktführer für Wechselrichter lange der Krise getrotzt. 2014 kam es dann aber doch zum größten Rückschlag der Firmengeschichte: Der Einbruch der Nachfrage nach Solar-Wechselrichtern auf den Märkten Europa und China brockte SMA einen Verlust von 165 Millionen Euro ein. Seitdem arbeitet das Unternehmen aus Niestetal vor den Toren Kassels an einem Turnaround. Im Jahr 2016 sollen die Einspareffekte und der laufende Konzernumbau voll zum Tragen kommen. Spätestens dann will SMA sicher wieder einen operativen Gewinn erreichen.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke