SMS Group, Stahlkrise, Stellenabbau, sozialverträglich

Die SMS Group baut in Deutschland 1.200 von 5.250 Arbeitsplätzen ab. - Bild: SMS Group

Vor dem Hintergrund der weltweit anhaltenden Krise in der Stahl-, Kupfer- und Aluminiumindustrie und dem damit verbundenen Auftragsrückgang hatte die Geschäftsführung der SMS Group GmbH bereits im Jahr 2014 angekündigt, das Auslegungsvolumen des Unternehmens im Stammgeschäft des Anlagen- und Maschinenbaus in Deutschland in zwei Abbauschritten zu reduzieren.

Die entsprechenden Beratungen mit den betriebsverfassungsrechtlichen Gremien zur Reduzierung der Mitarbeiteranzahl stehen nun vor dem Abschluss. Über die Ergebnisse informiert die Geschäftsführung die Belegschaften zurzeit im Rahmen von Betriebsversammlungen vor Ort. Die Kapazität in Deutschland wird von – Stand Anfang 2014 – rund 5.250 Arbeitsplätzen bis 2017 um insgesamt 1.200 auf rund 4.050 reduziert.

"Gemeinsam mit dem Betriebsrat ist es in sozialpartnerschaftlicher und konstruktiver Abstimmung gelungen, den Großteil der Personalreduktion über Regelungen zur Altersteilzeit, der Rente mit 63 für langjährig Versicherte, einen Einstellungsstopp und Versetzungen in das weiter wachsende Servicegeschäft umzusetzen", teilte die SMS Group mit. Auf diese Weise könnten in der Mehrzahl der Fälle betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden.

Damit sei gewährleistet, dass die Kapazitäten einerseits an den rückläufigen Auftragseingang angepasst werden, und die SMS Group GmbH andererseits ihre Fähigkeit beibehält, auch weiterhin als Komplettanbieter alle Produkte und Leistungen der gesamten metallurgischen Prozesskette weltweit kompetent abzudecken. Das Know-how der über Altersteilzeit ausscheidenden erfahrenen Mitarbeiter soll in einem geregelten Übergangsprozess auf jüngere Mitarbeiter im Sinne der Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens übertragen werden.

Rund 200 Stellen werden im Rahmen von Kündigungen, die sich wie folgt auf die Standorte aufteilen, abgebaut:
• Hilchenbach: 90
• Mönchengladbach, Aachen, Witten: 50
• Düsseldorf, Hilden: 60

„Neben diesen notwendigen Anpassungen werden wir zur Zukunftssicherung am Ausbau der Wachstumsfelder Digitalisierung (Industrie 4.0), Modernisierung, Elektrik und Automation, Service sowie Energie- und Umwelttechnik wie geplant festhalten“, so Burkhard Dahmen, Vorsitzender der Geschäftsführung.