Softbank

Hier sieht man einen SoftBank-Store in Ibaraki in Japan. - Bild: Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Wikipedia

Daran zeigt sich, wie sehr der Mischkonzern inzwischen eher als Investmentfonds denn als Telekommunikationskonzern agiert.

Seit der Gründung ihres Vision-Fonds im Mai hat Softbank mehrere hochkarätige Deals verfolgt. Die Investitionen des Fonds reichten von dem Vermittler von Büroarbeitsplätzen Wework über das Roboter-Startup Boston Dynamics bis zum indischen E-Commerce-Unternehmen Flipkart. Zudem will Softbank mehrere Milliarden Dollar in den Fahrdienstvermittler Uber stecken.

"Drei bis vier Jahre lang könnte es schwierig werden"

Der operative Gewinn stieg in den sechs Monaten per Ende September derweil kräftig um 35 Prozent auf 874,8 Milliarden Yen (umgerechnet 6,6 Milliarden Euro), dank der Investition des Vision-Fonds in den Chiphersteller Nvidia. Ohne den Fonds, in den unter anderem auch ein saudi-arabischer Staatsfonds und Technologieriesen wie Apple investiert sind, wäre der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) nur um 6 Prozent gestiegen.

Der Nettogewinn erreichte 102,6 Milliarden Yen, der Umsatz legte um 3 Prozent zu. Eine Jahresprognose gibt Softbank üblicherweise nicht.

Vor der Veröffentlichung der Geschäftszahlen schloss die Softbank-Aktie in Tokio 2,6 Prozent im Minus bei 9.945 Yen. Am Wochenende hatten Softbank und die Deutsche Telekom das Ende ihrer Verhandlungen über eine Fusion ihrer Mobilfunktöchter bekannt gegeben.

Softbank-Gründer Masayoshi Son hatte nach einem Weg gesucht, um die US-Tochter Sprint mit T-Mobile US zu fusionieren und damit die Kontrolle als Hauptaktionär zu behalten.

"Drei bis vier Jahre lang könnte es schwierig werden", sagte Son nun zu Reportern. In fünf bis zehn Jahren werde Sprint für den Softbankkonzern aber von entscheidender Bedeutung werden, wenn mehr Geräte internetfähig würden. "Ich freue mich, dass wir nicht zu einer Entscheidung gedrängt wurden, die dem Unternehmen langfristig geschadet hätte", sagte er.