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Tesla erwartet von der geplanten Fusion mit Solarcity einen kräftigen Schub für Bilanz und Umsatz.. - Bild: Tesla/Alexis Georgeson

Wie Tesla auf seiner Website mitteilte, würde die Solarcity Corp im kommenden Jahr mehr als 1 Milliarden Dollar zum Konzernumsatz beitragen.

Mit Aussagen wie diesem versucht Tesla-CEO Elon Musk derzeit, die Aktionäre beider Unternehmen von dem Zusammenschluss zu überzeugen, dem sie jeweils am 17. November zustimmen sollen. Bei der Ankündigung der Transaktion im Juni waren die Investoren noch wenig begeistert, die Tesla-Aktie stürzte ab. Befürchtet wurde eine Kursänderung des bisher reinen Elektroautobauers und eine Verschlechterung der Finanzausstattung beider Unternehmen.

Im vergangenen Jahr erzielte Solarcity Einnahmen von fast 400 Millionen Dollar mit dem Leasing von Solarmodulen, die der Konzern auf den Dächern von Hauseigentümern installiert. In den kommenden Jahren will das Unternehmen mehr Anlagen verkaufen. Von Factset befragte Analysten erwarten für Solarcity in diesem Jahr einen Umsatz von 694 Millionen Dollar.

Musk ist optimistisch

In einer Telefonkonferenz mit dem Management von Solarcity sagte Musk, der Chairman beider Unternehmen ist, zu Analysten, er rechne mit einer Zustimmung der Aktionäre zu dem Deal. "Ich bin sehr optimistisch, was den Ausgang der Abstimmung angeht", sagte er. "Die vorfristigen Stimmabgaben waren bislang überwältigend dafür."

Es wäre für Tesla und Solarcity schwierig, als eigenständige Unternehmen die führende Rolle einzunehmen, die sie sich vorstellten. Eine einzige, vereinte Marke sei viel schlagkräftiger.

In der vergangenen Woche hatte Musk bei einer Veranstaltung in Los Angeles gezeigt, wie die Unternehmen zusammenarbeiten würden. Er stellte eine Produktreihe vor, die die Erzeugung von Solarstrom auf den Dächern, die Speicherung der Energie und Elektroautos integriert. Unter anderem präsentierte er ein Solarpanel, das aussieht wie eine traditionelle Bedachung. Wann das Produkt zum Verkauf steht, sagte Musk nicht.

Solarcity hat mehr als 200 Millionen Dollar im Quartal ausgegeben, aber weniger eingenommen. Das Tempo, mit dem Geld verbrannt wird, besorgt Investoren. Das Unternehmen, das von Musks Cousins geführt wird, hat sein Geschäft durch das Leasing der Anlagen aufgebaut. Dabei gab es oftmals keine Vorabzahlung, sondern ausschließlich monatliche Raten über die mehrjährige Laufzeit hinweg. Mit solchen Leasinggeschäften sollen laut Tesla in den kommenden 20 Jahren 8 Milliarden Dollar an Umsatz erzielt werden. Dass Solarcity mehr Solarpanele verkaufen (statt verleasen) möchte, würde die Barreserven zusätzlich aufbessern.

Die beiden Unternehmen wollen zudem die Einsparungen bei Solarcity im Rahmen einer "strikten Kostendisziplin" beschleunigen.

"Wir gehen davon aus, dass wir durch die Fusion von Solarcity mit Tesla den von uns adressierbaren Markt erheblich erweitern um einen Solarmarkt, der allein in den USA 12 Milliarden Dollar generiert, mit einer jährlichen Wachstumsrate zwischen 15 und 20 Prozent in den kommenden fünf Jahren", so Tesla.

Mit Blick auf die vergangene Woche präsentierten Solar-Dachziegel erwartet das Unternehmen, dass mit den neuen Produkten der Solarenergie-Anteil am landesweiten Endkundenstromgeschäft im Volumen von 400 Milliarden Dollar stärker wachsen werde, als derzeit irgendjemand erwarten würde.

Die meistverkauften Elektroautos in Deutschland 2015

  • Platz 7: Tesla Model S mit 1.600 zugelassenen Fahrzeugen. - Bild: Tesla

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  • Platz 6: Renault Zoe mit 1.800 zugelassenen Fahrzeugen. - Bild: Renault

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  • Platz 5: Volkswagen Golf GTE mit 1.850 zugelassenen Fahrzeugen. - Bild: VW

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  • Platz 4: Audi A3 e-tron mit 2.100 zugelassenen Fahrzeugen. - Bild: Audi

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  • Platz 3: Mitsubishi Outlander PHEV mit 2.150 zugelassenen Fahrzeugen. - Bild: Mitsubishi

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  • Platz 2: BMW i3 mit 2.250 zugelassenen Fahrzeugen. - Bild: BMW Group

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  • Platz 1: Kia Soul EV mit 3.580 zugelassenen Fahrzeugen. - Bild: Kia

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