Im Vorjahr hatte sich eine Mitgift für die Übernahme von Teilen des Bosch-Solargeschäfts positiv

Im Vorjahr hatte sich eine Mitgift für die Übernahme von Teilen des Bosch-Solargeschäfts positiv auf die Ergebnisse ausgewirkt. - Bild: Solarworld

Europas größter Solarkonzern Solarworld hat im ersten Halbjahr sowohl Umsatz als auch Absatz deutlich gesteigert. Auch im operativen Geschäft erzielte das Unternehmen unter anderem dank Sparmaßnahmen Verbesserungen.

Vor diesem Hintergrund bestätigte Solarworld die Prognose für das laufende Jahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich von 1,1 Millionen Euro auf 9,9 Millionen Euro, wie Solarworld am Freitag mitteilte. Damit bestätigte der Konzern vorläufige Zahlen, die er bereits Anfang August veröffentlicht hatte.

Nach Berücksichtigung von Abschreibungen fiel aber noch ein Verlust an: Vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich das Minus im Vergleich zum Vorjahr von 19,1 auf 12,2 Millionen Euro. Sowohl beim EBITDA als auch beim EBIT sind die Vergleichszahlen des Vorjahres allerdings um Sondereffekte bereinigt. Im Vorjahr hatte sich eine Mitgift für die Übernahme von Teilen des Bosch-Solargeschäfts positiv auf die Ergebnisse ausgewirkt.

Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2014 verkaufte der Konzern in der Zeit von Januar bis Juni Photovoltaikmodule und Solarbaukästen mit einer um 32 Prozent größeren Gesamtleistung von 440 Megawatt. In den USA fielen die Verbesserungen besonders deutlich aus. Dort konnte Solarworld die Absatzmenge verdoppeln. Der Umsatz legte sogar noch deutlicher zu als der Absatz. Die Erlöse stiegen um 40 Prozent auf knapp 320 Millionen Euro.

Die flüssigen Mittel des Konzerns waren hingegen rückläufig. Zum Stichtag 30. Juni beliefen sie sich auf rund 141 Millionen Euro. Drei Monate zuvor waren es etwa 7 Millionen Euro mehr gewesen. Solarworld begründete den Rückgang vor allem mit Zinszahlungen sowie Investitionen in die Erweiterung von Produktionsstätten.

Für das laufende Jahr erwartet Solarworld weitere Verbesserungen. “Unsere Zahlen im ersten Halbjahr zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind, unsere Prognose zu erreichen”, zitierte Solarworld seinen Vorstandschef Frank Asbeck. Der Konzern stellt ein positives EBIT in Aussicht, nachdem im Vorjahr ein Verlust von rund 44 Millionen Euro anfiel. Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA soll ebenfalls deutlich über dem Wert des Vorjahres liegen. Die Absatzmenge sowie den Umsatz will Solarworld jeweils mindestens um ein Viertel steigern.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht