Solarworld,Verlust

Solarworld startet tiefrot ins neue Jahr. - Bild: Solarworld

Allerdings konnte der Ökostrompionier die Lage zum katastrophalen Schlussquartal 2016 stabilisieren. Seinerzeit war operativ ein Minus von 51 Millionen Euro zu melden. Spiegelbildlich ist die Lage beim operativen Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA). Mit minus 18 Millionen Euro war es besser als mit minus 41 Millionen Euro im vierten Quartal.

Allerdings hatte Solarworld im Vorjahresquartal noch 2 Millionen Euro verdient. "Die beiden operativen Kennzahlen im ersten Quartal 2017 lagen somit innerhalb der Planung für das Jahr 2017", teilte der Solarzellenhersteller mit.

Das Unternehmen hat weiter mit schwindender Liquidität zu kämpfen. Die freien Mittel sanken gegenüber Ende 2016 um 4 Millionen auf 84 Millionen Euro. Aufgrund des brutalen Preisverfalls für Solarzellen ging der Konzernumsatz im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres auf 186 von zuvor 213 Millionen Euro zurück.

Firmenchef Frank Asbeck will durch die Umstellung auf die Herstellung leistungsfähiger Hochleistungszellen die Trendwende schaffen und sein Unternehmen retten.

Er muss allerdings zwei existenzbedrohende Probleme in den Griff bekommen. Bis 2019 müssen zum einen rund 350 Millionen Euro an Krediten und Anleihen zurückgezahlt werden, und bisher ist es den Analysten ein Rätsel, wie er das nötige Geld dafür auftreiben will.

Außerdem ist zum anderen der Streit mit dem US-Siliziumlieferanten Hemlock noch nicht ausgestanden und bleibt eine große Gefahr für den deutschen Energiewendepionier. Vor Gericht geht es dabei um die für Solarworld gewaltige Summe von 800 Millionen US-Dollar.