Solarworld,verlust,Stellenabbau,Umstrukturierung

Solarworld ist im vergangenen Geschäftsjahr operativ tiefer in die roten Zahlen gerutscht. - Bild: Solarworld

Weil sich der Aufwand in Produktion, Vertrieb und Verwaltung dadurch deutlich verringert, will Solarworld bis 2019 rund 400 Stellen abbauen. Trotzdem werde die Modulabsatzmenge im gleichen Zeitraum auf rund 2 Gigawatt steigen.

Nach vorläufigen Zahlen brach das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf minus 99 Millionen Euro ein, im Vorjahr hatte Solarworld einen EBIT-Verlust von 4 Millionen Euro geschrieben. Darin enthalten seien nicht cash-relevante Sondereffekte aus Wertberichtigungen auf das Anlagevermögen in Höhe von minus 25 Millionen Euro, teilte das Unternehmen weiter mit.

Der Konzernumsatz stieg um 5 Prozent auf 803 Millionen Euro und damit sehr viel langsamer als das Unternehmen sich noch zur Jahresmitte erhofft hatte.

Im Oktober musste Solarworld die Jahresprognose kappen, weil die Binnennachfrage im dritten Quartal wegen der Kürzung der Einspeisetarife eingebrochen war. In der Folge hätten chinesische Hersteller ihre Lagerbestände zu Dumpingpreisen auf den Weltmarkt geworfen. Dies habe zu einem globalen Preisverfall geführt hieß es zur Begründung.

Die Absatzmenge entwickelte sich dagegen wie erwartet: sie legte im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent zu, Solarworld hatte eine Steigerung um ein Fünftel in Aussicht gestellt.