Semperit

Im zweiten Quartal musste Semperit einen Verlust hinnehmen. - Bild: Semperit

in Malaysia produziert Semperit Handschuhe für medizinische Anwendungen. Die Wertminderung wurde nötig, weil die nachhaltig erzielbare Produktionsmenge deutlich unter den bisherigen Annahmen lag. An dem Standort hatte die Sparte Sempermed zuletzt erheblich investiert. Die laufenden Kosten wurden mit einem 14-prozentigen Personalabbau unterdessen reduziert.

Überdies schlug sich das im Sommer eingeleitete Konsultationsverfahren für die französische Werk in Argenteuil bereits mit einer bilanziellen Vorsorge von 6,8 Millionen Euro negativ im Ergebnis nieder. Bei dem Verfahren soll nach Einsparmöglichkeiten gesucht werden, denkbar ist am Ende auch eine komplette Schließung des Werks. Insgesamt erwartet das Unternehmen eine Belastung von 10 Millionen Euro.

Bei einem Umsatzwachstum um 6 Prozent auf 232,3 Millionen Euro stand unter dem Strich ein Fehlbetrag von 41,6 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Semperit noch 7,7 Millionen Euro nach Steuern verdient. Das EBIT fiel mit minus 32 Millionen Euro ebenfalls negativ aus, bereinigt um die Sondereffekte erreichte es 4,6 Millionen Euro. Das ist ein Rückgang um 73 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Die Kosten für Material und Personal seien gestiegen, erklärte das österreichische Unternehmen.

Zur weiteren Geschäftsentwicklung wiederholten die Wiener die im Frühjahr gemachten Aussagen: Wegen der erheblichen operativen Ergebnisbelastung werde das um Sondereffekte bereinigte EBIT 2017 deutlich unter dem des Vorjahres von 41 Millionen Euro liegen. Einen detaillierteren Ausblick für 2017 gibt Semperit weiter nicht.