Sony Bildsensor

Toshiba will sich wohl von der hauseigenen Bildsensor-Sparte trennen und hat mit Sony bereits einen möglichen Käufer gefunden. - Bild: Sony

Die Gespräche zwischen den Konzernen seinen in einem fortgeschrittenen Stadium und die Entscheidung dürfte in Kürze bekannt gegeben werden, sagten mit der Sache vertraute Personen.

Das Volumen des Deals dürfte sich den Erwartungen zufolge auf mehrere zehn Milliarden Yen oder umgerechnet mehrere hundert Millionen US-Dollar belaufen. Die japanische Zeitung Nikkei hatte zuvor über die Gespräche berichtet.

Sensoren sind ein zentrales Bauteil von Digitalkameras, etwa jenen in Smartphones, und der Deal unterstreicht die Bedeutung der Sensoren für Sony: Jahrelang hatte der Konzern im Elektronikgeschäft zu kämpfen, doch inzwischen sind seine Bildsensoren ein wichtiger Umsatzbringer. Sie finden in den Digitalkameras von Apples iPhone oder den Galaxy-Geräten von Samsung Verwendung.

Toshibas Geschäft ist kleiner als das von Sony, aber die Technologieexpertise des Konzerns - gestützt durch die lange Erfahrung mit der Herstellung von Flash-Speicherchips - ist eine potentielle Bedrohung für Sony an der Branchenspitze.

Laut Analysten dürfte der Markt für Sensoren weiter wachsen, zum Teil wegen der Smartphone-Nachfrage - bald könnten einige Geräte mit drei oder mehr Kameras auf den Markt kommen - und weil auch in anderen Produkten wie Autos Sensoren eingebaut werden, um Daten zu sammeln. Sony-CEO Kazuo Hirai sagte in dieser Woche auf einer Wall-Street-Journal-Konferenz, das Unternehmen spreche mit Autobauern über eine mögliche Belieferung mit seinen Bildsensoren.

Toshiba könnte mit dem Deal seine Anstrengungen beschleunigen, sich von verlustreichen Geschäften zu trennen. Der Präsident und die meisten Board-Mitglieder sind vor Kurzem nach einem Bilanzskandal zurückgetreten. Der Konzern hatte seine Bilanzen frisiert, damit seine ertragsschwachen Geschäfte besser da standen.