Sony-Chef Kazuo Hirai fordert seinem Unternehmen weitere Opfer ab. Vor dem Hintergrund, wie

Sony-Chef Kazuo Hirai fordert seinem Unternehmen weitere Opfer ab. Vor dem Hintergrund, wie umkämpft dieser Markt ist und wie schnell er sich ändert, muss sich der Konzern anpassen. - Bild: Sony

Das sagte der Chef des japanischen Elektronikkonzerns, Kazuo Hirai, der “Welt am Sonntag”. “Das gilt für unser Mobilgeschäft genauso wie für unser TV-Geschäft.” Dabei will der Sony-Chef auch tiefe Eingriffe nicht ausschließen.

Der Verkauf, das Schließen eines Geschäftsbereichs oder die Zusammenarbeit mit anderen Herstellern seien Optionen in jedem Geschäft. Sony müsse jetzt erst einmal durch die Restrukturierung gehen. Man schaue sich alle Faktoren an, bevor entschieden werde, welche Option am Ende zu ziehen sei, sagte Hirai der Zeitung.

Geschäft bleibt herausfordernd

Sonys TV-Geschäft hat eine Dekade lang rote Zahlen geschrieben, könnte aber im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr, das am 31. März zu Ende ging, die Gewinnschwelle erreicht haben. Die Finanzzahlen werden Ende April veröffentlicht. “Möglicherweise kommen wir nun aus den Verlusten heraus, aber man darf sich nichts vormachen: Das ist kein Spaziergang,” sagte Hirai weiter. Das Geschäft bleibe herausfordernd. “Wenn wir nun profitabel sind, ist das keine Garantie, dass es im nächsten Jahr auch so ist.”

Trotz der Verluste gebe es zwei wesentliche Gründe, warum Fernseher für Sony so wichtig seien, sagte der Sony-Chef der Welt am Sonntag: “Erstens bringen sie unsere Marke in die Häuser unserer Nutzer.” Die Menschen sehen täglich auf ihre Fernseher und erkennen dort den Schriftzug. Auf diese Weise verstünden sie, wofür Sony stehe. “Und zweitens bringen unsere Ingenieure in der TV-Sparte enorme technologische Leistungen zustande, die auch für unsere Smartphones und für unser Playstation-Geschäft wichtig sind”, sagte Hirai. Es sei leicht, den Ausstieg aus dem TV-Geschäft zu fordern. Doch das hätte auch Auswirkungen auf viele andere Bereiche. “All das müssen wir berücksichtigen, bevor wir irgendeine Entscheidung fällen.”

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke