Die Japan-Krise und der Datenklau machten Sony im Geschäftsjahr 2010/2011 zu schaffen; das

Die Japan-Krise und der Datenklau machten Sony im Geschäftsjahr 2010/2011 zu schaffen; das Unternehmen rutsche in tiefrote Zahlen. Im laufenden Geschäftsjahr will Sony nun wieder die Gewinnzone erreichen. (Bild: Sony)

Dow Jones Newswires (bam/jhe/rdn)

J-TOKIO (mg). Das Tokioter Unternehmen berichtete am Donnerstag wie angekündigt über einen Nettoverlust im Jahr 2010/11 (31. März) von rund 260 Mrd Yen, nach einem Minus von knapp 41 Mrd Yen im Jahr zuvor. Das Ergebnis wurde vor allem von Rückstellungen über 360 Mrd Yen im Zusammenhang mit Steuervorschriften gedrückt. Sony musste nach der Bewertung der Folgen des Erdbebens im März in Japan Wertberichtigungen auf ungenutzte steuerliche Verlustvorträge vornehmen.
Ungeachtet der Belastung stieg das operative Ergebnis vor allem dank des Beitrags der Spielesparte auf knapp 200 (32) Mrd Yen. Der Umsatz sank leicht auf 7,18 (7,21) Bill Yen. Im vierten Quartal summierte sich der Nettoverlust auf 388,8 (56,6) Mrd Yen. Die Einnahmen gingen um 7,8% auf 1,58 Bill Yen zurück.
Ursprünglich hatten die Japaner, die mit den Folgen des Erdbebens sowie mit Datenklau zu kämpfen haben, 2010/11 einen Gewinn angepeilt. Das soll nun im laufenden Geschäftsjahr gelingen. Rund 80 Mrd Yen Nettogewinn stellt Sony in Aussicht. Das operative Ergebnis dürfte bei 200 Mrd Yen stagnieren, obwohl Sony für das laufende Jahr nur mit Restrukturierungskosten von etwa 25 Mrd Yen plant nach 67,1 Mrd Yen 2010/11. Der Umsatz soll um 4,4% auf 7,5 Bill Yen steigen.