Daimler kann die Förderung in die Karten spielen. Auf dem Bild zu sehen ist der Citaro mit vollelektrischem Antrieb.

Daimler kann die Förderung in die Karten spielen. Auf dem Bild zu sehen ist der Citaro mit vollelektrischem Antrieb. - Bild: Daimler

Im Rahmen des Programms „Saubere Luft“, das die Luftverschmutzung in Städten unter die EU-Grenzwerte drücken soll, stehen zunächst 35 Millionen Euro an Fördergeldern bereit, wie das Bundesumweltministerium am Montag mitteilte. Bald solle der Fördertopf aufgestockt werden. Zu den Investitions-Mehrkosten gehören etwa auch die Ausgaben für Ladestationen oder Schulungen für Fahrer. Gebiete mit hoher Luft- oder Lärmbelastung haben Vorrang.

Elektrobusse leisten Beitrag zum Klimaschutz

„Elektrobusse fahren ohne Abgase und sind besonders leise“, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). „Da die Fahrzeuge derzeit noch teuer sind, unterstützen wir Verkehrsunternehmen und Kommunen bei der Anschaffung. Damit machen wir diese zukunftsweisende Technologie schon jetzt attraktiv.“ Bisher ist das E-Bus-Angebot auf dem Markt noch sehr überschaubar.

Das Förderprogramm sei ein Baustein für das Ziel der Kommunen, 10 000 Elekrobusse auf die Straße zu bringen, sagte der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling, der Präsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) ist, der Deutschen Presse-Agentur. „Das, was wir zudem brauchen, ist ein schneller Technologieschub der Fahrzeughersteller, denn die entsprechenden marktreifen Fahrzeuge mit alternativen Antrieben sind aktuell ein Engpass.“

Ist das Vorhaben umsetzbar?

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) beklagte Nachbesserungsbedarf: Die Förderung greife nur, wenn fünf oder mehr Fahrzeuge angeschafft würden. „Diese festgeschriebene Mindestabnahme überfordert die gut 4000 kleinen und mittleren Busunternehmen in Deutschland, die einen Großteil der Fahrzeuge auf den Straßen betreiben.“

Wenn Städte oder Verkehrsbetriebe die neue Technologie erst mal testen wollen und nur bis zu fünf E-Busse kaufen, ist für die Förderung nach Angaben des Umweltministeriums das Verkehrsressort zuständig. Wenn Städte auf Hybridbusse setzen, können sie wie bisher 40 Prozent der Mehrkosten im Vergleich zu herkömmlichen Diesel-Bussen vom Staat bekommen.