DÜSSELDORF (ba). Nach den ersten sieben Monaten diesen Jahres liegt die Produktion der Stahl- und Metallverarbeiter 18 % über dem sehr niedrigen Niveau des Vorjahres, aber noch immer ca. 20 % unter dem Vergleichswert des Jahres 2008. Der Auftragseingang stieg um 40 %. Angesichts eines weiter hohen Auftragseingangs festigt sich laut WSM die Zuversicht der Unternehmen. So legte die Zahl der fest angestellten Mitarbeiter von Juni auf Juli um knapp 2 000 zu. Zwar werde sich das Produktionwachstum basisbedingt abschwächen, so der WSM, jedoch geht der Verband weiter von einem Wachstum von 12 % aus, sofern konjunkturelle Rückschläge ausbleiben.

Für die mittelständischen Stahl- und Metallverarbeiter komme es jetzt darauf an, die hohen Rohstoffpreise weiterzureichen. Zusätzliche Belastungen durch energiepolitische Entscheidungen seien eine weitere Gefahr für das Wachstum. So ächzten die Unternehmen bereits unter den steigende Energiesteuern, ebenso belastete sie der Anstieg der Umlage für erneuerbare Energieträger (EEG). Ein weiterer Faktor, der den Aufschwung verlangsamen könne, sei, dass die Firmen in der Krise ihre Arbeitskräfte dank Kurzarbeit gehalten haben und diese Kosten nun kompensiert werden müssten.