Salzgitter

Salzgitter hat von der Erholung auf dem Stahlmarkt profitiert. - Bild: Salzgitter

Der Überschuss stieg auf Basis steigender Durchschnittserlöse für Stahlerzeugnisse nach Angaben des Thyssenkrupp-Wettbewerbers von 1 Million auf 48,7 Millionen Euro. Der Außenumsatz des Konzern wuchs um ein Viertel auf 2,4 Milliarden Euro.

Neben den handelspolitischen Schutzmaßnahmen der Europäischen Union gegen die Billigimporte aus Fernost nannte Salzgitter die internen Restrukturierungsmaßnahmen als Grund für den Erfolg. "Ohne die konsequente Umsetzung unserer 2013 eingeleiteten Maßnahmen wären wir nicht dort, wo wir jetzt stehen", erklärte Vorstandschef Heinz-Jörg Fuhrmann.

Allen Widrigkeiten zum Trotz habe man die eigene Strategie verfolgt: "Jetzt sehen wir, wie die Saat aufgeht und gedeiht." Besonders die Segmente Flachstahl, Handel und Technologie hätten sich zuletzt gut entwickelt.

Anfang Mai hatte Salzgitter auf Basis vorläufiger Eckdaten zum Auftaktquartal bereits die eigenen Ziele angehoben. Der niedersächsische MDAX-Konzern rechnet 2017 mit 125 bis 175 Millionen Euro Vorsteuergewinn und einer spürbar höheren Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE). In den ersten drei Monaten hat der Konzern mit 77,1 Millionen Euro Vorsteuergewinn das höchste Quartalsergebnis seit 2008 eingefahren. Die Kapitalrendite stieg von 1,4 auf 10,3 Prozent.

Die europäische Stahlindustrie kämpft seit Jahren mit Preisdruck und Überkapazitäten. Zuletzt sorgten verstärkte Nachfrage und steigende Rohstoffe dafür, dass die Hersteller wieder höhere Preise durchsetzen konnten.