Das Energiekonzept wurde heute im Kabinett verabschiedet. „Die Erzeugungskosten erneuerbarer Energien liegen auf absehbare Zeit weit über den Kosten konventioneller Kraftwerke“, sagt Hans-Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl. „Durch die ambitionierten Ausbauziele der regenerativen Stromerzeugung ist daher mit einer weiteren erheblichen Steigerung der Stromkosten zu rechnen.“ Deshalb müsse die EEG-Härtefallregelung beibehalten werden. Zudem sei die im Koalitionsvertrag vorgesehene Kompensation der emissionshandelsbedingten Strompreissteigerungen nun rasch umzusetzen. „Als exportorientierter Industriestandort ist Deutschland auf eine wettbewerbsstarke Stahlindustrie weiterhin angewiesen. Dazu bedarf es bezahlbarer Energiepreise“, so Kerkhoff. „Auch der Klimaschutz kommt nicht ohne innovative Stahlwerkstoffe aus.“

Kerkhoff hofft, dass sich von dieser Einsicht auch die Abgeordneten im Bundestag leiten lassen, die am Donnerstag in erster Lesung das Haushaltsbegleitgesetz beraten. „Die geplante Verringerung der Energiesteuernachlässe für energieintensive Industrien würde in der Stahlindustrie die Belastungen vervierfachen und ihrer Wettbewerbsfähigkeit schaden. Wir appellieren an den Bundestag, dieses Vorhaben zu revidieren.“