Der starke Yen verteuert die Produktion - nicht nur für Toyota - innerhalb Japans (Bild:

Der starke Yen verteuert die Produktion - nicht nur für Toyota - innerhalb Japans (Bild: Toyota-Modellfabrik in Burnaston/Großbritannien).

TOKIO (Dow Jones/ks)–Zudem machten dem japanischen Automobilhersteller die Flut in Thailand und die Auswirkungen der Naturkatastrophen im eigenen Land heftig zu schaffen.

Vor diesem Hintergrund wollte Toyota am Dienstag weder zu Investitionen, Umsatz, Absatz noch Ertragszahlen eine Prognose für das Gesamtjahr abgeben. Gerade die Auswirkungen in Thailand seien derzeit kaum abzuschätzen. Zuvor waren als Nettogewinn 390 Mrd Yen und operativ 450 Mrd Yen bei einem Umsatz von 19 Bill Yen für das am 31. März 2012 endende Geschäftsjahr angepeilt worden.

Das aktuelle Dollar-Niveau von 75 Yen ist aus Sicht von Executive Vice President Satoshi Ozawa kaum auszugleichen. Es könne dazu führen, dass die auf Export ausgerichtete japanische Wirtschaft kollabiere. Daher müsse die Regierung in Tokio entschiedene Gegenmaßnahmen einleiten. Für Toyota sei bei einem Kurs von 85 Yen je Dollar ein ausgeglichenes Ergebnis zumindest bei der Muttergesellschaft möglich.

Gegensteuern will der Hersteller durch die Ausweitung der Produktion von Komponenten im Ausland. Gleichzeitig hält Toyota an der Zusicherung fest, im Inland “zu jedem Preis” weiterhin 3 Mio Fahrzeuge pro Jahr zu fertigen. Um im eigenen Land Abnehmer zu finden, sollen die Vertriebsaktivitäten gestärkt werden. Ziel sei es, die Exportquote auf 50% oder weniger von derzeit 57% zu verringern.

Auswirkungen auf die globale Wirtschaft durch die Euro-Krise hält Toyota für möglich. Derzeit seien die geschäftlichen Folgen aber noch begrenzt auf den Absatz in Südeuropa.

Im Quartal war der Gewinnrückgang nach Steuern mit 19% auf 80,4 Mrd Yen deutlich geringer als im Halbjahr mit fast 72%. Allerdings hatten Analysten 99,59 Mrd Yen erwartet. Der Umsatz sank um knapp 5% auf 4,575 Bill Yen.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres ist Toyota vor Steuern sogar leicht in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust betrug 1,40 Mrd Yen nach 392 Mrd Yen Gewinn im Vorjahreszeitraum.