Sollte der Augsburger Druckmaschinenhersteller Manroland wirklich pleite gehen, dann sind dort 6.600

Sollte der Augsburger Druckmaschinenhersteller Manroland wirklich pleite gehen, dann sind dort 6.600 Arbeitsplätze in Gefahr (Bild: Manroland).

AUGSBURG (ks). Das Traditionsunternehmen Manroland, das wegen schlechter Geschäfte im vergangen Jahr bereits 800 Arbeitsplätze gestrichen hatte, habe die Belegschaft für Freitag zu einer Betriebsversammlung eingeladen, meldet das “Handelsblatt” unter Berufung auf die Nachrichtenagentur dapd, die sich wiederum auf Insiderkreise in dem Unternehmen beruft.

MAN bestätigte dem Bericht zufolge, dass am Donnerstagabend eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung stattfinde. Allianz Capital Partners wollte sich nicht äußern.

Der Mehrheitsaktionär Allianz und MAN, das 22,8% an Manroland hält, suchen schon lange nach einem Käufer. Infrage kommende Investoren seien nun abgesprungen, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Personen.

Im ersten Halbjahr 2011 verzeichnete Manroland vor Steuern und Zinsen einen Verlust (EBIT) von 25 Mio Euro. Im Vorjahreszeitraum war sogar ein Minus von 46 Mio Euro angefallen.