Bei Ericsson schreibt man aktuell rote Zahlen

Bei Ericsson schreibt man aktuell rote Zahlen. - Bild: Ericsson

Das Sparprogramm mache sich zunehmend positiv in der Profitabilität bemerkbar, erklärte Vorstandsvorsitzender Börje Ekholm. Die von Analysten viel beachtete Bruttomarge konnte Ericsson verbessern, auch der Umsatzschwund konnte weiter aufgehalten werden. Die Zahlen fielen besser aus als von Experten erwartet.

So sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr sowohl nominal als auch währungs- und um Spartenverkäufe bereinigt um 1 Prozent auf 49,8 Milliarden Schwedische Kronen (gut 4,8 Milliarden Euro). Damit fiel der Rückgang geringer aus als in den Quartalen zuvor. Im Vergleich zum Vorquartal zogen die Erlöse sogar nominal um 15 Prozent und bereinigt um 9 Prozent an. Die Bruttomarge stieg von 29,1 auf 34,8 Prozent.

Das operative Ergebnis wurde von Restrukturierungskosten von 2 Milliarden Kronen belastet, zeigte sich jedoch mit einem Gewinn von 200 Millionen Kronen deutlich verbessert. Im Vorjahr hatte Ericsson einen Verlust von 500 Millionen Kronen verzeichnet. Bereinigt um die Belastungen verdoppelte sich das Ergebnis auf 2 Milliarden Kronen und übertraf die Analystenerwartungen. Nach Steuern stieg der Verlust durch die höheren Kosten hingegen von 500 Millionen auf 1,8 Milliarden Kronen.

Das seit einem Jahr laufende Sparprogramm ist nach Aussagen des Vorstandsvorsitzenden Ekholm nun beendet. Im zweiten Quartal wurden nochmals 2000 Stellen abgebaut. Damit hat der schwedische Netzwerkausrüster seit Beginn des Programms 20 500 Arbeitsplätze gestrichen. Die erwarteten jährlichen Einsparungen dürften sich auf mehr als 10 Milliarden Kronen belaufen, hieß es. Die Prognose für die Restrukturierungskosten von 5 bis 7 Milliarden Kronen für das laufende Jahr blieben jedoch bestehen, so Ekholm, da das Unternehmen noch weitere Anpassungen vornehmen werde.

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