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Nisshinbo Holdings will nichts riskieren und erklärte angesichts der US-Strafzoll-Drohungen, man werde ein geplantes Werk in Mexiko nicht bauen. - Bild: US-CBP

Nisshinbo Holdings, ein Mischkonzern mit Aktivitäten in den Geschäftsfeldern Bremsen, Mechatronik, Textilien und Elektronik, wollte ein neues Werk bauen, weil in der Fertigung in der Nähe von Atlanta die Kapazitäten langsam knapp werden. Der Aktienkurs verliert am Donnerstag in Tokio 4,6 Prozent.

"Mexiko war ursprünglich unsere oberste Priorität als Standort der neuen Anlage", sagte ein Sprecher. Der Konzern habe nun aber seine Pläne geändert, weil Trump versprochen haben soll, auf die Konzerne Druck auszuüben, die ihre Produktion von den Vereinigten Staaten in andere Länder verlagern. Zudem hat Trump angekündigt, bald mit den Neuverhandlungen über das Freihandelsabkommen Nafta mit den Nachbarstaaten Mexiko und Kanada beginnen zu wollen. Das Nafta-Abkommen und andere Freihandelsverträge macht die Trump-Regierung verantwortlich für den Niedergang der US-Industrie in vielen Regionen des Landes.

Nisshinbo will nach eigenen Aussagen nun einen anderen Standort in Nordamerika oder Asien prüfen und dann so schnell wie möglich entscheiden, fügte der Sprecher hinzu. Die Nachfrage nach Bremsenmaterial seiner Firma steige, weil die US-Gesetzgebung nun den Kupfergehalt in den Bremsbelägen aus Umweltschutzgründen begrenze.