Konfliktzuspitzung zwischen BMW und seinen Händlern in China. - Bild: BMW Group

Konfliktzuspitzung zwischen BMW und seinen Händlern in China. - Bild: BMW Group

Der Streit zwischen dem Autobauer BMW und seinen Händlern in China spitzt sich offenbar wieder zu. Vertriebspartner im Reich der Mitte forderten den Münchener Autobauer in einem Schreiben auf, ihnen realistischere Absatzziele zu setzen.

Zusätzlich sollten die Großhandelspreise gesenkt werden und der Aufschub bei Zahlungsfristen verlängert werden. Das Wall Street Journal hatte Einsicht in das Schreiben von Anfang der Woche.

Die BMW AG kündigte noch für den Tagesverlauf eine Mitteilung zu neuen Vertriebsvereinbarungen mit den chinesischen Händlern an. Eine BMW-Sprecherin sagte, der Konzern befände sich in ständigem Dialog mit seinen Vertriebspartnern.

Chinesische BMW-Händler leiden unter Nachfragerückgängen, müssen BMW aber eine feste Anzahl an Autos abnehmen und haben dadurch hohe Lagerbestände.

Anfang des Jahres wendete die BMW AG eine Eskalation des Streits zunächst ab, indem sie sich laut gewerkschaftsnahem Branchenverband China Automobile Dealers Association bereit erklärte, den Händlern insgesamt 5,1 Milliarden Yuan, umgerechnet rund 690 Millionen Euro, zu zahlen.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht